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Kalkschulter - Was bedeutet das? ( Prof.Dr. Thorsten Gehrke)
 
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Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissent.tv Prof.Dr. Thorsten Gehrke: Was ist eine Kalkschulter? Eine Kalkschulter, das ist ein irreführender Begriff, weil nicht die ganze Schulter verkalkt ist, das wäre eine Katastrophe, es ist nur enger umschriebener Bereich in der Schulter wirklich verkalkt. Es ist der kritischste Bereich in der Schulter. Es gibt eine anatomische Problemzone in der Schulter. Stellen Sie sich vor, das ist der Oberarmkopf, das ist der Oberarmknochen und der bewegt sich in der Schulterpfanne. Wir sind ja sehr beweglich in der Schulter. Das wäre jetzt alles gar nicht so schlimm und unproblematisch, aber es gibt noch eine weitere Struktur, die zum Schulterblatt wiederum gehört. Das ist das Schulterdach. Über diesem Oberarmkopf liegt das Schulterdach auch ein knöcherner Vorsprung, den wir auch gut hier außen bei uns tasten können. Den kann jeder ertasten. D.h. dieser Oberarmkopf bewegt sich immer unter diesem Schulterdach. Und wie Sie unschwer erkennen können ist dieser Raum relativ eng. Und genau durch diesen engen Raum, durch diesen Spalt läuft eine Sehne. Diese Sehne befähigt uns den Arm abzuspreizen, diese Bewegung zu machen, die sog. Supraspinatussehne. Diese Sehne läuft relativ unproblematisch bei Gesunden durch diesen engen Raum, weil sie durch einen Schleimbeutel geschützt ist, der unter dem Schulterdach liegt und wie ein Kissen zwischen Sehne und Knochen liegt und diese Sehne schützt. Wenn es aber jetzt durch zu viel einseitiger Belastung oder eine dauernde Überbelastung kommt, kommt es zu einer Verengung dieses Raumes und damit wird der Druck der Sehne gegen diesen Schleimbeutel erhöht. Das bedeutet, der Schleimbeutel wird überlastet, der reagiert mit einer Form von Entzündung und die Sehne wiederum, die jetzt durch diesen ganz engen Zwischenraum gleiten muss, die wird verändert. Sie verändert sozusagen ihr Gewebe, verliert Elastizität, verändert die Struktur komplett durch Verkalkung. Es bilden sich Kalkherde in der Sehne. Und das nennen wir dann Kalkschulter. Also nur ein ganz kleiner Raum in diesem Gelenk ist von der Verkalkung betroffen. Das Problem ist, dass das schon mal schmerzt in Kombination mit unserer Schleimbeutelentzündung unter dem Schulterdach. Im Extremfall kann es soweit kommen, dass dieser Kalk aus der Sehne sich in den gegenüber gelegenen Schleimbeutel entleert und das führt zu einem ganz akut auftretenden Schmerzereignis. Die Patienten haben das Gefühl, dass Ihnen in die Schulter geschossen wird. Deswegen bezeichnen wir diesen Zustand als akuten Schulterschuss. Auch hier sind die Therapiemöglichkeiten wieder ganz unterschiedlich. Das geht von einer rein konservativen Therapie, also nicht operativ, bis hin zur Operation. Es beginnt in aller Regel damit die Schulter zu entlasten, indem man bestimmte sehr schulterbelastende Bewegungen vermeidet. Das Zweite ist Krankengymnastik, die Physiotherapie ist sehr wichtig, weil sie diese bestimmte Muskeln stärken soll, die sozusagen den Kopf nach unten ziehen und diesen engen Raum, wodurch die Sehne ja läuft, wieder erweitern, um der Sehne Platz zu geben. Es gibt bestimmte Muskeln, die ziehen den Kopf herunter und wenn man diese kräftigt, wird der Kopf weiter nach unten gezogen. Dadurch wird die Sehne entlastet und kann ausheilen. Das nächste ist eine medikamentöse Therapie, auch wieder antientzündlich wirkende Maßnahmen oder Medikamente, wie Voltaren oder Ibuprofen, da gibt es ganz viele aus dieser Wirkstoffklasse, die dort sinnvoll sind. Die nächste Steigerungsstufe ist das Kortison. Auch das Kortison kann den Bereich wieder sehr effektiv beruhigen. Manchmal hilft das wirklich und die Sache ist erledigt. Man kommt aus der Schmerzsituation heraus. Der Schleimbeutel beruhigt sich und für längere Zeit ist das erledigt. Wenn dies alles nichts nützt, dann muss man überlegen, ob man den Schleimbeutel entfernt, das macht aber immer in Kombination mit einer Operation, die diesen schmalen Zwischenraum, durch den die Sehen gleitet, erweitert. Man nimmt etwas von dem Knochen weg, damit die Sehne wieder mehr Platz hat dort zu gleiten. In aller Regel werden diese Operationen arthroskopisch als Schultergelenksspiegelung durchgeführt. Dazu muss man die Schulter nicht eröffnen.
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Impingement an der Schulter - Was kann man da tun? ( Prof. Dr. Thorsten Gehrke)
 
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Mehr Gesundheitsvideos werbefrei auf http://www.arztwissen.tv Prof. Dr. Thorsten Gehrke Impingement an der Schulter - Was kann man da tun? Das Impingement an der Schulter ist wahrscheinlich das häufigste Problem, was wir an der Schulter haben. Impingement bedeutet übersetzt „ anschlagen“ „ beengt sein“. Es handelt sich dabei um eine Beengung, ein Anschlagen, einen Engpass sozusagen zwischen zwei Strukturen an der Schulter, einmal dem Oberarmkopf und dem Dach. Das ist ein knöcherner Vorsprung, den wir gut fühlen können, an unserer Schulter. An der Außenseite der Schulter ist das knöchernde Dach und darunter bewegt sich dann die Schulter. Unglücklicherweise läuft eine der wichtigsten Sehnen, die der Schultergelenk bewegt, und zwar genau die Sehne, die unseren Arm abspreitzen lässt. Die läuft genau hier zwischen in diesem Engpass, Oberarmkopf Schulterdach. Wenn es jetzt zu einer Beengung dieses Raumes kommt, zwischen Oberarmkopf und Schulterdach, dann wird diese Sehne eben auch beengt und schlägt immer beim Bewegen gegen das Schulterdach und das führt dann zur Veränderung dieser Sehne im Gewebe der Sehne. Sie kann verkalken, parallel dazu kommt es zur einer Entzündung des schützenden Schleimbeutels, der die Sehne eigentlich schützen soll vor einem Anschlagen gegen das Schulterdach. Der entzündet sich und schmerzt auch. Dies alles bezeichnen wir als Impingementsyndrom. Ein typisches Zeichen für ein Impingementsyndrom ist der sog. „ schmerzhafte Bogen“. Ein ganz einfaches Phänomen: Wir bitten den Patienten Arm abzuspreitzen. Der Arm ist angelegt, der Arm wird abgespreizt bis er die vertikale erreicht hat. Der Patient kann das bis hier ganz gut, dann kann er den Arm aber nicht weiter abspreizen oder nur unter aller aller größten Schmerzen bis er ihn etwa so hoch hat und die letzten 20 Grad kann er wieder frei bewegen. Warum? Weil bis zum Abspreizen hier hat die Sehne diesen Engpass noch nicht erreicht, dann von hier bis hier quält sie sich sozusagen durch diesen Engpass hindurch und wenn sie den Pass passiert hat , in dieser Höhe etwa, die letzen Grad, ist sie wieder frei. Ein klassisches typisches Phänomen, der „ schmerzhafte Bogen“ , das ist ja ein Bogen, den hier unser Arm beschreibt, beim sogenannten Impingementsyndrom. Was können wir dagegen tun? Das oberste Ziel muss immer sein diese Situation zu beruhigen, den Schmerz rauszunehmen, die Entzündung rauszunehmen über Medikamente beispielsweise oder auch im Extremfall mal etwas Kortison. Aber das oberste Ziel muss eigentlich immer sein diesen Engpass weiter zu machen. Einmal indem wir Krankengymnastik, Physiotherapie verordnen, die nichts anderes macht als die Muskeln, die den Oberarmkopf nach unten ziehen stärkt, so dass der etwas nach unten gezogen wird, der Sehne wieder mehr Platz lässt oder wenn all das nicht mehr funktioniert, weil der Patient nicht in der Lage ist krankengymnastische Übungen zu machen, weil er schon zu alt ist, dann würde man über eine Arthroskopie, eine Spiegelung des Gelenkes, dazu muss man das nicht öffnen. Man geht mit bestimmten Fräsinstrumenten, so ganz kleine Fräsinstrumente, in das Gelenk hinein und fräst etwas von dem Schulterdach weg, damit die Sehne wieder mehr Platz hat. Das ist das Impingementsyndrom.
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Facettensyndrom - Was ist das und was kann man da tun? ( Dr. Ralf Hempelmann)
 
03:19
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Dr. Ralf Hempelmann: Als Facettengelenke bezeichnen wir die Wirbelgelenke. Bei der Lendenwirbelsäule sind vorne die Wirbelkörper über die Bandscheibe verbunden und hinten über die Wirbelgelenke. An diesen drei wichtigen großen Punkten vorne Bandscheiben, hinten Wirbelgelenke liegen die Wirbel aneinander und über die bewegen sie sich auch. Sie haben die Funktion einerseits als Stoßdämpfer, anderseits als Bewegungsmoment Stabilisierungsmoment und Schutzmoment für die Nerven im Wirbelkanal zu fungieren. Wenn die Bandscheiben im ganz normalen Alterungsprozess des Lebens mehr und mehr verschleißen, dann verschleißen auch die Wirbelgelenke hinten. Die können dann schmerzen. Ein Facettensyndrom ist ein Wirbelgelenkschmerz und dann wird es auch schon wieder kompliziert, da ich anfangs erzählte, welche Strukturen an der Wirbelsäule alle schmerzen können und ähnliche Rückenschmerzen hervorrufen können. D.h. das Facettensyndrom ist klinisch sehr schwer zu diagnositizieren und es gibt keinen klinischen Test, den ich anwenden kann und ein eindeutiges Facettensyndrom ableiten kann. Wer sowas sagt, den würde ich hinterfragen. Wenn wir bei Rückenschmerzen ein sogenanntes Facettensyndrom in Verdacht haben, dann wird man bestimmte klinische Untersuchungsmethoden machen. Ein weiteres Indiz, das sehr deutlich ist, wäre, wenn Spritzen, die an die Wirbelgelenke oder besser noch an die kleinen Nerven, die die Wirbelgelenke versorgen, die reinen Schmerznerven, wenn dort Spritzen herangesetzt werden und dass den Patienten eine gewisse Zeit hilft, dann sollte man Röntgen, um genau zu sehen, wo diese Spritze sitzt, nämlich an den Nervenenden, die die Wirbelgelenke versorgen. Wenn das für eine gewisse Zeit hilft, ist das zumindest ein deutliches Indiz dafür, dass die Wirbelgelenke an den Rückenschmerzen sehr deutlich beteiligt sind. Was sie sehr häufig sind. Und dann kann man weiter gucken und mit Physiotherapie anfangen oder die kleinen Nervenendigungen koagulieren. Da gibt es verschiedene Methoden, z.B. veröden , damit diese Nervenendigungen nicht mehr weh tun, dadurch können Patienten monatelang eine gute Rückbildung der Rückenschmerzen haben. Das ist nicht bei jedem Patienten und das klappt auch nicht bei jeder Methode. Jedoch ein Facettensyndrom ist letzten Endes ein Wirbelgelenkschmerzsyndrom, das klinisch schwer zu diagnostizieren ist aber welches sicherlich, häufig an chronischen Rückenschmerzen beteiligt ist, aber auch am Hexenschuss beteiligt sein kann.
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Frozen Shoulder: Was ist das? ( Prof.Dr. Thorsten Gehrke)
 
03:28
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Prof.Dr. Thorsten Gehrke Die Begrifflichkeit Frozen-Shoulder sagt eigentlich schon alles über diese Erkrankung aus. Es kommt zu einem Einfrieren des Schultergelenkes, d.h. das Schultergelenk wird immer unbeweglicher. Häufig auch einhergehend mit Schmerzen. Ein langsamer Prozess, die Schulter tut weh und man wird immer unbeweglicher in der Schulter, dass man quasi am Ende eine schmerzhafte und eingesteifte Schulter hat. Und ganz interessant ist eigentlich über diese Therapie im Laufe der Jahre, in meiner Ausbildung beispielsweise, das ist schon ein paar Tage her, haben wir diese Schultern unter Narkose mobilisiert. D.h. wir haben den Patienten in eine Narkose versetzt und dann die Schulter mit Gewalt durch bewegt. Das Problem ist bei der Frozen-Shouder, wie sie zustande kommt. Es kommt durch eine Veränderung des Kapselgewebes zustande. Die Schultergelenkkapsel, die das Gelenk umhüllt ist, die normalerweise sehr weit ist, denn sie muss ja ein großes Bewegungsausmaß zulassen, ist wie eine Zieharmonika. Sie faltet sich auseinander, wenn man die Schulter abspreizt und sie legt sich dann in Falten wieder zusammen, wenn man die Schulter, den Arm heran nimmt. So kann man sich das vorstellen. Diese Falten können dann verkleben. Die Ursache ist nicht wirklich bekannt, hat bestimmt auch was mit Fehl -und Überbelastung zu tun. Diese Falten verkleben, so dass man diese Zieharmonika nicht mehr auseinander ziehen kann und damit die Schulter auch nicht mehr beweglich ist. Wir haben damals mit Gewalt dieses Ganze in Narkose durchbewegt. Das ist aus heutiger Sicht martialisch und dann haben wir den Patienten über Wochen und Monaten in eine Bewegungsschiene verfrachtet, d.h. da wurde dann über mehrere Stunden am Tag die Schulter durchbewegt, damit diese Verklebungen nicht wieder neu entstehen können. Heute ist man zum Glück schlauer. Wir wissen, dass wir ganz gelassen abwarten können, den Patienten eigentlich sagen können, dass er abwarten kann. Diese Verklebungen lösen sich in den allermeisten Fällen von selbst wieder und die Schulter von selbst wieder beweglich. Eigentlich mal eine ganz interessante Geschichte, so wie sich Therapiemaßnahmen über die Zeit mit mehr Kenntnis verändern können. Von martialischen Therapiemethoden von vor 20 Jahren zu völlig entspannten Therapiemethoden heute, indem man einfach abwartet, dass sich Verklebungen lösen. Das kann man dann auch noch mit Krankengymnastik und Physiotherapie unterstützen und die Schulter wird von selber wieder schmerzfrei und beweglich.
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Bursitis: Was ist eine Schleimbeutelentzündung? (Prof.Dr.Thorsten Gehrke)
 
04:33
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Prof. Dr. Thorsten Gehrke 1.) Bursitis- Was ist eine Schleimbeutelentzündung? Eine Schleimbeutelentzündung oder im Fachbegriff auch Bursitis genannt, ist eine Entzündung der Schleimbeutel. Schleimbeutel werden immer dort angelegt von der Natur, wo Knochenvorsprünge vorhanden sind. Die sollen die umgebene Struktur, die Haut und die Muskeln und auch Sehnen vor diesen Knochenvorsprüngen schützen. Und deswegen sind über diesen Knochenvorsprüngen zwischen der Haut oder den Sehnen und dem Knochen Kissen, Puffer angelegt. Diese Puffer sind unsere Schleimbeutel. Schleimbeutel sind ähnlich aufgebaut wie Gelenke. Sie bestehen aus einer Schleimhaut, die permanent eine Flüssigkeit produziert und das sind also flüssigkeitsgefüllte Kissen, die uns schützen vor Drucksituationen durch den Knochen, der darunter liegt. Das Besondere ist nun bei diesem Schleimbeuteln, dass sie bei Überlastung, d.h. bei zu großen Druck gegen den Knochen einen Reizzustand entwickeln können. Diese reagieren auf diese permanente Überlastung mit einer Entzündung und diese Entzündung schmerzt . D.h. der Schleimbeutel kann nicht mehr seine Funktion erfüllen, er verliert die Elastizität in diesem entzündeten Zustand. Er kann also das umgebene Gewebe nicht mehr schützen und vor allen Dingen, es tut gemein weh. Ein typisches Beispiel für eine Schleimbeutelentzündung sind die Schleimbeutel über dem Kniegelenk. Wir alle wissen, dass wir vor dem Kniegelenk einen Knochenvorsprung haben, unsere Kniescheibe und diese ist beispielsweise über einen Schleimbeutel durch Druck von außen geschützt. Wenn man aber jetzt zu viel kniet, ein klassisches Beispiel dafür sind Fliesenleger. Die entwickeln typischerweise, das ist sogar eine anerkannte Berufskrankheit, Schleimbeutelentzündungen vor dem Knie/ Kniescheibe. Das sind also Dinge, die durch Überlastung entstehen, ganz selten kann es mal sein, dass Bakterien in so einen Schleimbeutel hineingelangen und so eine bakterielle Infektion auslösen. Das muss dann sofort entsprechend behandelt werden. Die Therapie einer Schleimbeutelentzündung hängt immer vom Ausmaß der Entzündung ab und auch von der Dauer der Entzündung. Wie lange besteht diese Entzündung. Eine Schleimbeutelentzündung, die akut aufgetreten ist, die einfach nur mal so auftritt und schmerzhaft ist, kann man einfach durch Ruhe, durch Entlastung also beispielsweise beim Knien, das Knien vermeiden, behandeln und zusätzlich noch ein antientzündliches Medikament geben. Aus dieser Gruppe, die jeder kennt, Voltaren oder Ibuprofen. Das ist eine Wirkstoffgruppe, die dabei sehr sinnvoll eingesetzt werden kann, um eben diese Entzündung zu unterdrücken. Chronische Schleimbeutelentzündugen, die über längere Zeiträume, Monate bis hin zu Jahren bestehen, die muss man teilweise operativ entfernen. Ein Zwischenstadium ist immer noch, das ist ein Versuch zwischen der rein nicht operativen und der operativen Therapie, Kortison in diese Schleimbeutel in diese Schleimbeutel hinein zu spritzen. Kortison soll diesen beruhigen und häufig nützen 2-3 Kortisoninfiltrationen, um die dann auch dauerhaft zu beruhigen. Es gibt eine einzige Besonderheit, in der immer operiert werden muss, das ist die sog. septische Schleimbeutelentzündung, d.h. dass durch Öffnungen der Haut Bakterien in diesen Schleimbeutel gelangt sind und zu einer eitrigen Entzündung, nicht zu einem Reizzustand, sondern zu einer richtigen Infektion, einer eitrigen Entzündung führen und die muss immer sofort behandelt werden, indem man den Schleimbeutel herausschneidet und entfernt.
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Bandscheibenvorfall: Welche Therapiemöglichkeiten gibt es? ( Dr. Ralf Hempelmann)
 
05:43
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Dr. Ralf Hempelmann: Das hängt zunächst mal von der Art des Bandscheibenvorfalls ab. Wir reden von der Lendenwirbelsäule. Wenn es ein sehr großer Bandscheibenvorfall ist, der zu einer deutlichen Nervenwurzelbedrängung führt, was sogar zu sogenannten Defiziten/ Störungen, wie Lähmungen oder sehr starken Taubheitsgefühlen führt, dann würde man operieren. Aber das ist der letzte Punkt. Wir reden über Bandscheibevorfälle und die aller meisten muss man nicht zwingend operieren. Wenn man nicht operieren muss, sprich bei Bandscheibenvorfällen, deren Schmerzen noch nicht über Monaten andauern und über bei Bandscheibenvorfällen, die zu keinen sogenannten Defiziten führen, also keine Lähmungen, keine schweren Taubheitsgefühle hervorrufen, würde man konservativ therapieren. Dazu gehört natürlich erstmal im Anfangsstadium die Schmerzmedikationen, also sogenannte „Analgetika“, Schmerzmedikamente und „ Antiphlogistika“, entzündungshemmende Medikamente, dazu gehört das Diklofenak oder Ibuprofen, bei Schmerzmedikamenten das Metamizol oder Paracetamol, ganz herkömmliche seit Jahrzehnten bekannte Medikamente. Dazu gehört dann die entsprechende Physiotherapie, wobei man dann schon recht auch früh mit aktiven Bewegungen anfangen sollte. Bewegungsübungen, rumpfmuskulaturaufbauende Übungen dazu noch physikalische Maßnahmen, wie Wärmetherapie oder bestimmten Fällen auch Reizstromtherapie. Es gibt über 50 verschiedene krankengymnastische Möglichkeiten. Wichtig ist, dass man das individuell, für jeden einzelnen Patient/IN machen muss, denn es gibt Übungen, die tun dem einen gut und dem anderen nicht. Das muss ein guter Physiontherapeut rausbekommen. Der nächste Schritt wäre dann eine medizinische Trainingstherapie, wobei man die aber auch erlernen muss. Das wäre die rein konservative Therapie, die in den meisten Fällen zu einem Erfolg und auch zu einem dauerhaften Erfolg führen. Ein nächster Schritt wäre dann schon die inversive Therapie, bestimmte lokale Infiltrationen, d.h. Spritzen, wobei es gerade bei einer Nervenwurzelbedrängung an der Wirbelsäule sinnvoll ist über eine gewisse Zeit CT-gestützt zu spritzen, d.h. mit Hilfe eines Computertomografen an die Nervenwurzel gesetzt und dadurch zu einer guten Schmerzlinderung führen kann. In bestimmten Fällen kann man das machen und damit den sehr starken Schmerz überbrücken, aber all das sollte nie gemacht werden ohne die entsprechende begleitende und weiterführende Krankengymnastik. Nicht zu vergessen bei all dem, wenn es schon etwas chronische Schmerzen sind, ist die Verhaltenstherapie, Rückenschule und dann letzten Endes auch eine psychologische Therapie. Denn sehr viele Rückenschmerzen, Bandscheibenschmerzen sind natürlich auch immer seelisch mit beeinflusst. Depressive Charaktere empfinden den Schmerz z.B. ganz anders als andere Charaktere. Das sind auch Faktoren, die solche Schmerzen verstärken können und auch mit behandelt werden sollten. Und eben der letzte Schritt wäre dann die operative Therapie, wobei es dann im wesentlichen darum geht, bei klaren Bandscheibenvorfällen, die zu einer Nervenwurzelbedrängung führen, wir reden von Nervenwurzelkompression, dass man dann eben die Nerven an der Wirbelsäule wiederum befreit. Der Goldstandard dieser Operation ist nach wie vor die mikrochirurgische, also mit dem Operationsmikroskop gestützte Operation. Sie sehen hier die Dornenfortsätze. Wir blicken von hinten auf die Wirbelsäule drauf, der Patient liegt. In dem Fall wird ein Schnitt so etwa drei Zentimeter lang in der Mittellinie oder etwas neben der MIttellinie gemacht. Man schiebt die Muskulatur von den Dornenfortsätzen beiseite, setzt dann so einen kleinen Sperrer ein, damit die Muskulatur beiseite gehalten wird und kommt dann zwischen den Wirbelbögen, wo man so einen Bandapparat entfernt, Richtung Wirbelkanal, muss dann die Nervenwurzel darstellen und die Rückenmarkhaut ( Dura Marter ) schiebt man so zwischen die Mitte und kommt dann zum Bandscheibenvorfall. Wenn der von der Bandscheibe gut gelöst ist, dann kann man den mobilisieren/ freimachen und herausziehen und dadurch die Nerven befreien. Das wäre die übliche mikrochirurgische Bandscheibenoperation über einen kleinen Sperrer. Das Gleiche kann man auch über eine noch kleinere Methode machen. Da redet man dann von der sogenannten minimalinversiven Operationtechnik, da ist der Schnitt ein bisschen kürzer, so ein guter Zentimeter lang. Man arbeitet über ein kleines Röhrchen, das ist so Fingerdick und man kommt über das Röhrchen zwischen die Wirbelbögen und dann wiederum in ...
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Knorpelschaden am Knie - Was kann ich tun? (arztwissen.tv / Knie & Hüfte)
 
02:53
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Knorpelschaden am Knie - Was kann ich tun? Dr. med. Martin Rinio: Da ist prinzipiell zu unterscheiden, ob der Knorpelschaden durch einen Unfall entstanden ist - das sind meistens die Knorpelschäden, die sehr umschrieben in nur einem Teil des Gelenkes vorkommen - oder ob es sich um einen Knorpelschaden im Rahmen einer Verschleißerkrankung, also einer sogenannten Arthrose handelt. Das sind Knorpelschäden, die überwiegend das gesamte Gelenk oder große Teile des Gelenkes betreffen. Bei den durch Unfall entstandenen Knorpelschäden, die sehr umschrieben sein können, ist es zunächst einmal wichtig, ob der geschädigte oder abgeplatzte Knorpel im Gelenk noch vorhanden ist. Dann würde es sich beispielsweise anbieten, diesen wieder festzumachen, damit er an Ort und Stelle einheilen kann. Ist dieser abgeplatzte Knorpel sehr geschädigt und es kann keine Einheilung mehr stattfinden, dann gibt es mehrere Möglichkeiten je nach Defektgröße. Zum einen steht uns zur Verfügung, körpereigene Knorpelzellen aus Ihrem eigenen Gelenk zu entnehmen, die heranzuzüchten, zu vermehren und nach 21 Tagen als sogenannte Knorpelzelltransplantation in diesen Defekt, in diese Läsion wieder einzupflanzen, so dass an dieser Stelle wieder neuer Knorpel nachwachsen kann. Oder man kann eine sogenannte Microfrakturierung machen, das heißt der freiliegende Knochen wird mehrfach mit einem dünnen Meisel durchbrochen, so dass körpereigene Stammzellen aus dem Blut in diesen Defekt hineinwandern können, diesen Defekt verschließen und sich in der Folgezeit in Knorpelzellen umwandeln. Wir wissen von Stammzellen, die ja die Urzellen sind, dass sie sich in alle möglichen Gewebe differenzieren, also weiterentwickeln können, so auch in Knorpelgewebe, und diese sind dann in der Lage in den folgenden Wochen den Defekt zu verschließen. Die Qualität des Knorpels, der dann entsteht, ist nicht ganz so gut wie des ursprünglichen Gelenkknorpels, allerdings reicht sie aus, um den Knochen doch an dieser Stelle zu bedecken und eine glatte Gelenkfläche wieder herzustellen. Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv
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Spondylose - Was ist das und was kann man dagegen tun? ( Dr. Ralf Hempelmann)
 
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Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Dr. Ralf Hempelmann: Eine Spondylose, also erst mal wieder zum Begriff, „ tor spondylon“ ist glaube ich richtig“ der Wirbel“ auf griechisch und eine „ose“ ist eine Erkrankung. Also das ist ein ganz unspezifischer allgemeiner Begriff, der mir erstmal als Arzt gar nicht hilft. Eine Spondylose ist irgendeine Wirbelkörpererkrankung. Wir reden jetzt über die degenerativen Erkrankung, also die verschleißbedingten Erkrankungen, wie z.B. Bandscheibenverschleiß oder Wirbelgelenkverschleiß. Wenn die Bandscheibe ihren Alterungsprozess aufweist und damit ihre Degeneration, Verschleißveränderungen, dann ändern sich notgedrungen auch die angrenzenden Wirbelkörper. Wo mehr Belastung auf Knochen ist, da arbeitet ein Knochen, da wächst er auch, da können bei diesen Belastungen angrenzend an die Wirbelkörper durch Bandscheibenverschleiß Wirbelkörper wachsen. Er bildet sogenannte Spondylophyten, das sind Knochenstrukturen, Knochenfortsätze, die vom Wirbelkörper ausgehen und diese können ganz groß werden, die können wie so ein Rabenschnabel nach vorn wachsen, sogar die Bandscheibe überbrücken und damit hat sich dieses Segment von selber gefestigt. Das alles kann man zusammenfassen als Spondylose, wenn sowas nach hinten Richtung Wirbelkanal geht, dann trägt das zu einer Nervenkanalverengung oder Wirbelkanalverengung bei, wie bei der erwähnten Stenose. Was wichtig ist zu erwähnen! Man liest solche Worte häufig in radiologischen Befunden und der Weg, den ich als Neurochirurg häufig kennenlerne und damit will ich niemanden kritisieren, Patienten kommen wegen Rückenschmerzen zu einem Arzt und nach einer gewissen Zeit, wenn der Schmerz nicht weggeht, dann wird ein MRT gemacht und Radiologen müssen das auch beschreiben. Und das machen sie auch sehr gründlich. Jetzt kommen diese Beschreibungen häufig zum Patienten selbst oder zum Hausarzt, der das den Patienten gibt. Wenn die Patienten das zu Hause lesen, bekommen sie einen fürchterlichen Schrecken, was da alles mit ihrer Wirbelsäule los ist, da ist alles „ Spondylose und deformierende Veränderungen hier und da und mögliche Hinweise auf Instabilität“, sie lesen möglicherweise Romane über ihre Wirbelsäule und kommen dann mit dieser Angst zum Wirbelsäulentherapeuten oder eben auch Wirbelsäulenchirurgen, wie mir dem Neurochirurgen. Und dann ist das erste, was man macht, diese Patienten zunächst mal zu beruhigen. Moment mal, ihre Schmerzen haben sie und ihre Wirbelsäulenveränderung haben sie auch, aber ob das eine direkt mit dem anderen im Zusammenhang steht, müssen wir erst einmal herausbekommen. Jeder Mensch meines Alters hat Wirbelsäulenverschleiß und würde man von mir, der vollkommen rückenschmerzfrei ist, ein MRT der Lendenwirbelsäule machen lassen, dann sähe ich alle möglichen Veränderungen und wenn ich das dann läse, würde ich mich erschrecken. Wichtig ist für uns Ärzte herauszubekommen, was davon relevant ist. Das ist nicht wichtig für Radiologen, das ist nicht ihr Job, das ist aber unser Job. Als Kliniker herauszubekommen, was relevant ist und kann ich das, was ich Relevantes sehe therapieren und wie therapier ich das und sollte ich das operieren oder nicht. Das ist dann die Hauptfrage, mit der Patienten zu mir kommen und die ich dann ehrlich beantworten muss. Eine Spondylose im radiologischen Befund, sagt mir noch gar nichts, ich muss erst mal gucken, was hat der Patient überhaupt klinisch.
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Herzschrittmacher - Wie ändert sich mein Leben? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)
 
04:58
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Ich habe einen Herzschrittmacher- Wie ändert sich mein Leben? Dr. med. Dierk Moyzes: Wenn Sie einen Herzschrittmacher bekommen haben, können Sie ein weitestgehend normales Leben führen. Für alle sechs Monate müssen wir uns für eine Herzschrittmacherkontrolle treffen. Aber was bedeutet der Schrittmacher im Alltag? Sie müssen sich dabei deutlich machen, dass ein Schrittmacher aus Metall besteht und auf starke Magnetfelder reagiert. Sie sollten also im Alltag starke Magnetfelder meiden; solche befinden sich beispielsweise am Eingang von Kaufhäusern, diese Sicherheitssysteme arbeiten magnetisch. Sie sollten sie rasch passieren und nicht in den Sicherheitssperren stehen bleiben, weil ein Magnetfeld einen Schrittmacher auf eine starre Frequenz einstellt und damit auch Symptome auslösen kann. Im Haushalt gibt es normalerweise keine Geräte, die den Schrittmacher negativ beeinflussen. Es gibt aber einige Werkzeuge, die den Schrittmacher stören können, dazu gehört zum Beispiel ein Elektroschweißgerät, das nicht mehr benutzt werden sollte, wenn jemand einen Schrittmacher erhalten hat. Sie sollten auch mit Handys vorsichtig sein. Es wird empfohlen, dass Sie hier einen Sicherheitsabstand von 25-30 Zentimetern zwischen Handy und Schrittmacher halten. Sie sollten nicht auf der Schrittmacherseite mit dem Handy telefonieren, sondern auf der Gegenseite. Außerdem sollte das Handy nicht in der Brusttasche aufbewahrt werden, wo der Schrittmacher implantiert worden ist. Wenn Sie mit dem Flugzeug reisen, sollten Sie in jedem Fall den Schrittmacherausweis bei sich tragen, weil die Sicherheitskontrollen in den Flughäfen das Metall des Schrittmachers wahrnehmen und auch das Magnetfeld, durch das Sie laufen müssen, den Schrittmacher verändern kann. Das heißt Sie als Schrittmacherträger werden am Flughafen persönlich sicherheitskontrolliert, ohne das automatische Sicherheitssystem, durch das die anderen Passagiere gehen müssen. Wie oft ein Herzschrittmacher am Tag arbeitet hängt von Ihrer Rhythmusstörung ab. Es gibt Menschen, die sind permanent schrittmacherabhängig zum Beispiel bei Blockierung zwischen Vorhof und Kammerleitung. Hier ist es notwendig, dass der Schrittmacher permanent arbeitet. Andere Menschen haben wiederum nur gelegentliche Pausen, bei denen der Schrittmacher nur selten, vielleicht nur alle paar Tage arbeitet. Die meisten Menschen spüren von der Aktivität des Schrittmachers, den Schrittmacherimpulsen, nichts. Es gibt aber selten Menschen, die jeden einzelnen Schlag vom Schrittmacher spüren. Hier arbeiten wir daran die Programmierung, die Einstellung des Schrittmachers, so zu wählen, dass alle vermeidbaren Impulse abgestellt werden und er nur dann arbeitet, wenn es wirklich notwendig ist. Ein weiterer Punkt ist, ob Sie mit dem Schrittmacher Sport treiben können. Hier hängt es auch wieder stark von der zugrundeliegenden Herzrhythmusstörung ab, wie man den Schrittmacher programmieren muss. Bei Leuten, deren eigene Herzaktivität vollständig fehlt, gibt es in dem Schrittmacher einen Sensor. Das ist sozusagen eine Art Motor im Schrittmacher, der durch Programmierung aktiviert werden kann, so dass er die Beschleunigung des Körpers wahrnimmt. Wenn der Körper sich in Bewegung setzt, wird die Herzfrequenz automatisch gesteigert. Das heißt wenn der Sensor aktiviert ist, wird das Herz automatisch durch den Schrittmacher schneller und auf diese Art und Weise sind Sie besser belastbar und können auch beispielsweise Sport treiben.
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Schulterarthrose: Wie entsteht sie? (Prof.Dr.Thorsten Gehrke)
 
06:47
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Prof. Dr. Thorsten Gehrke: Wodurch entsteht eine Schulterarthrose? Die Schulterarthrose ist eine Situation, die viel seltener auftritt als z.B. die Kniegelenks- oder Hüftgelenksarthrose. Arthrose, um das noch einmal klar zu machen, bedeutet übersetzt „ Gelenkverschleiß“ durch Alterung des Gewebes, durch Überlastung, durch Fehlbelastung und so weiter. Nun ist es ja zum Glück so, dass wir nicht auf den Händen laufen und deswegen das Schultergelenk nicht so sehr belastet ist, wie z.B. Hüft- oder Kniegelenk, die ja permanent das gesamte Körpergewicht tragen müssen. Dennoch kann es zu einem Verschleiß in der Schulter kommen. In aller Regel ist an der Schulter der Schultergelenksverschleiß Folge von Vorerkrankungen, Vorverletzungen, bestimmten Situationen, die wie wir sagen, nicht physiologisch sind, d.h. nicht normal sind. Es kommt zu unnormalen Belastungen, wie z.B nach einer Verletzung, nach einem Bruch der Schulter und dann reagiert die Schulter mit einem Verschleiß. Gelenkverschleiß meint eigentlich Verschleiß des Gelenkknorpels, nicht des Knochens, der hat damit erst mal nichts zu tun. Der Knorpel, die Schutzschicht unseres Gelenkes verschleißt. Jeder kennt Knorpel, jeder hat schon mal ein Hühnchen gegessen und kennt diesen glatt glänzenden Belag am Ende der Kochen. Das ist Knorpel. Dieser Knorpel, der führt überhaupt dazu, dass wir alle unsere Gelenke schmerzfrei bewegen können. Dieser Knorpel unterliegt Alterungsprozessen. In der Jugend oder auch im jungen Erwachsenenalter ist der Knorpel unglaublich elastisch, druckfest, zugfest, der kann wahnsinnig viel ab. Er hat ein hohes Wasserbindungsvermögen, was ihn auch zu einer Wasserkissenfunktion macht, also Stöße werden elastisch vom Knorpel abgefangen. Im Alter kommt es dann aber zu Alterungsvorgängen, z.B zu einer verminderten Wasseraufnahmefähigkeit. Der kann einfach nicht mehr so viel Wasser aufnehmen wie ein Luftballon, den Sie mit ganz viel Wasser füllen und der dann richtig prall und elastisch ist. Wenn sie diesen nur noch halb mit Wasser füllen, verliert er seine Elastizität und genauso verliert unser Knorpel seine Widerstandsfähigkeit gegen Stöße, Überbelastung, Fehlbelastungen u.s.w. . Dann kommt es zu einem Abreiben dieses alten, nicht mehr wirklich funktionsfähigen Knorpels, so dass dieser wunderbare Zustand des sich schmerzfrei bewegenden Gelenkes verloren geht und Arthrose die Folge ist. Diese ist in aller Regel mit Schmerzen verbunden, mit einer Bewegungseinschränkung des Gelenkes durch Muskelverkürzungen um das Gelenk herum, durch Veränderung der Form des Gelenks usw., also eine Situation, die aus einem normalen funktionsfähigen Gelenk ein nicht mehr funktionsfähiges schmerzhaftes Gelenk macht. Die Arthrose in allen Gelenken wird in ähnlicher Weise behandelt. Das ist eine sog. Stufenbehandlung, eine Behandlung, die beginnt mit sog. nicht-operativen, konservativen Maßnahmen. Das ist dann die unterste Stufe der Treppe. Das geht dann immer mehr in Richtung Gelenkersatz. Wenn Sie das Ende der Treppe erreicht haben, dann muss ein künstliches Gelenk eingesetzt werden. Fangen wir mal unten an. Die einfachste Behandlung ist zunächst ein bisschen Schonung für das Gelenk, bei Bedarf ein antientzündliches wirkendes Medikament und ganz wichtig die Physiotherapie. Als zusätzliche Maßnahme empfehlt man insbesondere bei den Gelenken der unteren Extremität, Hüfte und Knie, die Last ein wenig von diesen Gelenken zu nehmen, über Gewichtsabnahme, gesunde Ernährung. All das sind Basistherapien. Wenn das dann alles ausgereizt ist und die Physiotherapie und die Medikamente im Grunde nicht mehr ihre Wirkung zeigen, überlegt man dann, insbesondere an der Schulter, ob man bestimmte veränderte Strukturen glättet. Also im Grunde die Schulter ein bisschen funktionsfähiger macht, in dem man alles ein bisschen glatt macht. Knochenvorsprünge, die sich entwickelt haben glättet. Man kann dies über eine Schultergelenksspiegelung glätten, man kann Knochenvorsprünge entfernen, man kann Schleimbeutel, die stören, entfernen. All das ist möglich. Und dann kommt eigentlich in letzter Konsequenz, wenn all das nichts mehr nützt, das künstliche Schultergelenk, die Schulterprothese. Da gibt es wieder unterschiedliche Formen von Schulterprothese je nach Ausmaß des Verschleißes, je nach Funktion der umgebenen Struktur. Die Schulter lebt von ihrer umgebenen Muskulatur. Nur die stabilisieren die Schulter, nur die bewegen die Schulter. Etwas anders ist es am Hüftgelenk. Die Hüfte ist im wesentlichem über Knochen stabilisiert. An der Schulter sind nur die umgebenden Muskeln stabilisierend. Und darum muss man gucken, funktionieren die Stabilisatoren noch, dann baut man eine relativ kleine Schulterprothese ein......
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Schlüsselbeinbruch Clavika Fraktur - Wie wird er behandelt ? ( Prof. Dr. Thorsten Gehrke)
 
03:08
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Prof. Dr. Thorsten Gehrke: Schlüsselbeinbruch Clavika Fraktur - wie wird er behandelt ? Die Behandlung des Schlüsselbeinbruches ist eigentlich gar nicht so einfach, wie sich das viele vorstellen, weil es unendlich viele Möglichkeiten gibt. Ein Großteil der Schlüsselbeinbrüche kann konservativ behandelt werden, d.h. nicht operativ. Wir alle wissen, wo das Schlüsselbein läuft, das läuft hier von der Schulter kommend Richtung Brustbein. Ein Knochen, der etwa so dick ist wie ein dicker Kugelschreiber und an diesem Schlüsselbein setzen jetzt sehr viele Muskeln an, und zwar kommt ein Großteil der Muskeln von hier oben, von der Halswirbelsäule und zieht runter bis zum Schlüsselbein. Die haben unterschiedliche Funktionen. Wenn jetzt das Schlüsselbein durchbricht, sagen wir mal in der Mitte, dann kommt es dazu, dass ein Teil des Schlüsselbeins nach oben gezogen wird, durch die Muskeln, die von hier oben kommen, weil das ist dann ja instabil, das wird hochgezogen, das eine Bruchende und das andere Bruchende wird durch das Gewicht des Armes usw. nach unten gezogen, so dass die beiden Bruchenden, das eine nach oben das andere nach unten gezogen wird. Da wird ein so genannter Rucksackverband angelegt, ein Verband relativ einfach, der zwei Riemen hat, die hier über die Schulter laufen, der hinten am Rücken verknotet wird und zwei Funktionen hat. Einmal das hochstehende Frakmentteil des Knochens runter zu drücken und das Ganze auch noch ein bisschen nach Hinten zu ziehen. Die Aufgabe des Rucksackverbandes ist, die Knochenenden, die jetzt weit auseinander stehen, das eine Ende wird Hoch gezogen das andere Ende wird runtergezogen, wieder zusammen zu bringen,d.h. er drückt auf das obere Ende und bringt die Enden somit aneinander, dass die tatsächlich in der Form verheilen können, wie es benötigt wird. Nun gibt es aber leider auch viele Schlüsselbeinbrüche, die viel komplizierter sind. Das sind insbesondere Brüche, wo es zu mehreren Stücken bei dem Bruch kommt, also ein nicht ganz einfacher Bruch. Es kommt zu einem Trümmerbruch mit unterschiedlich vielen Frakmenten, es kann auch sein, dass über diesem Rucksackverband das Herunterbringen des gebrochenen Teils des Knochens nicht funktioniert, dann muss man das Ganze mit Platten stabilisieren, mit Drähten, Nägeln, da gibt es unterschiedliche Techniken, die gar nicht so einfach sind, wie man sich das vorstellt. Aber ein Großteil muss eben auch operiert werden.
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Zahnspangen - Welche Arten gibt es? Welche Vorteile und Nachteile gibt es?
 
03:33
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Welche Arten von Zahnspangen gibt es und wo liegen die Vor- und die Nachteile? Die herausnehmbaren Zahnspangen werden während des Wachstums eingesetzt; das heißt man kann mit den Geräten zum Beispiel wie bei dieser Spange den Oberkiefer weiten - also breiter machen, damit er zum Unterkiefer passt, oder man kann auch einzelne Zähne bewegen - allerdings nur kippend und nicht mit der Zahnwurzel bewegen. Dann gibt es auch Zahnspangen, die das Wachstum beeinflussen. Hier wird nur der Einzelkiefer behandelt. Hier wird die Lage-Beziehung Oberkiefer/ Unterkiefer korrigiert. Diese Doppelspangen sind natürlich nicht so angenehm zu tragen. Die werden nur nachmittags und nachts in den Mund genommen und dann kann man erreichen, dass der Unterkiefer einen Millimeter pro Monat auf den Oberkiefer zuwächst. Außerdem gibt es noch ein Gerät, das nicht so gerne getragen wird, aber das einen ganz tollen Einfluss auf das Oberkiefer-Wachstum hat. Das ist so ein Wachstumsbügel, ein Gesichtsbügel, der dafür sorgt, dass der Oberkiefer im Wachstum gebremst wird. Diese kleinen Enden werden an einer Kopfkappe befestigt und da gibt es einen Zug der den Oberkiefer nach hinten bewegt. Dann gibt es verschiedenste Arten von Wachstumsspannungen: einmal aufs Oberkiefer- Wachstum bezogen und einmal auf Unterkeiferwachstum bezogen - abhängig davon, was bei dem Kind gerade notwendig ist. Auf der anderen Seite gibt es noch die festsitzende Zahnspange, mit der Zahn und Wurzel bewegt werden - anhand des Bogens, der eingesetzt wird. Man kann also nicht wie bei den herausnehmbaren Spangen Wachstum beeinflussen, sondern man bewegt die Zähne aufeinander zu. Hierzu ist es extrem wichtig, eine optimale Zahnpflege zu haben. Der Patient muss auch Hilfsmittel von uns einhängen, die dafür sorgen, dass die Zähne in die richtige Richtung bewegt werden. Diese feste Zahnspange ist in der Regel anderthalb bis zwei Jahre im Mund. Danach ist man meistens fertig, ausser es gibt etwas schwierigere Behandlungen. Manchmal müssen auch Gummiringe eingehängt werden; diese müssen meistens rund um die Uhr getragen werden. Diese Gummiringe bewegen die Zähne aufeinander zu. Man trägt die vom oberen Eckzahn häufig zum unteren Backenzahn. Diese Gummiringe bewegen jetzt den oberen Eckzahn ein Stückchen nach hinten und den unteren Backenzahn ein Stück nach vorn und solange bis die Zähne korrekt zu einander eingestellt sind. Der Vorteil einer festen Spange ist, dass man meist nach zwei Jahren fertig ist, und man dann eine ganz perfekte Zahnstellung hat. Das ist im Gegensatz zu sehen zu den herausnehmbaren Zahnspangen, da muss man meistens drei bis vier Jahre mit machen, man ein schönes Ergebnis erreichen kann.
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Hüftprothesen: Welche Arten gibt es? (arztwisen.tv / Knie & Hüfte)
 
05:20
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Hüftprothesen: Welche Arten gibt es? Dr. med Martin Rinio: Wir unterscheiden bei der Hüftendoprothetik zunächst einmal anhand der Verankerungstechnik zwischen zementiert und zementfrei, wobei zementiert hier teilweise falsche Eindrücke entstehen lässt. Es handelt sich nicht um einen Werkstoff, der mit dem klassischen Zement verwandt ist, sondern um einen schnell härtenden Kunststoff, der wie ein Füllstoff fungiert und letztendlich die Prothese im Knochen festhält. Zementfrei braucht diesen Werkstoff nicht, dabei wird die Prothese mit der sogenannten Pressfitverankerungstechnik in den Knochen hinein gesteckt. Die Pressfitverankerung funktioniert so, dass die Prothese etwas größer ist als die Lücke im Knochen, so dass die wunderbar dort hineinklemmen kann und sich letztendlich dadurch stabil verankert. In einem zweiten Schritt kommt es dann zum Einheilen des Knochens in dieser Prothese. Deshalb sind diese Prothesen an ihrer Oberfläche alle rau gestaltet, so dass dort der Knochen genügend Angriffsfläche findet, diese Prothese dauerhaft und stabil zu verankern. Ich kann Ihnen hier die unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit von zementfreien Prothesen auch noch einmal an diesem Beispiel erläutern. Sie sehen in dem oberen Anteil eine sehr raue Oberfläche. Diese ist eine spezielle Titanoberfläche, die sich sehr gut eignet, um dem Knochen hier genügend Angriffsfläche zu bieten, dass er hier einheilen kann und die Prothese dauerhaft verankert. Während dieser untere Anteil, glatt poliert ist. Dieser hat letztlich nur die Funktion die Prothese im Knochen zu zentrieren, ohne dass es später hier zu einer Verankerung kommt. Im Prinzip sind alle Prothesensysteme aufgebaut wie ein Baukasten. Wir können sozusagen zwischen verschiedenen Variationen entscheiden. Ausgehend von diesem Schafft, der im Knochen verankert wird, haben wir die Möglichkeit verschiedene Köpfe aufzusetzen. Diese können beispielsweise aus Keramik sein mit einem kleinen Durchmesser oder aus Keramik mit einem etwas größeren Durchmesser. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit auch Metallköpfe zu verwenden. Auf der Seite der Hüftpfanne wird eine Metallschale im Knochen verankert. Auch hier gibt es unterschiedliche Modellvariationen, wie zum Beispiel diese, die außen sehr rau gestaltet ist, oder die andere, die etwas feiner ist, dafür aber etwas dickwandiger. In diese Pfannen können dann unterschiedliche Einsätze eingebracht werden, wie dieser keramische Einsatz, der einfach eingelegt wird, oder ein metallischer Einsatz oder ein Einsatz aus Kunststoff. Dies ermöglicht unterschiedliche Variationen an Gleitpaarungen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Hier haben wir beispielsweise eine sogenannte rein keramische Gleitpaarung, in dem wir diesen Schafft mit diesen Aufsteckkopf versorgen und das Gelenk so zusammenfügen, dass dies die neue Gleitpaarung ergibt. Sie sehen hier sehr schön, welche Bewegungsmöglichkeiten sich hieraus ergeben. Welche dieser Gleitpaarung für Sie die Richtige ist, darüber wird Sie Ihr behandelnder Arzt gerne beraten und wird gemeinsam mit Ihnen, die für Sie geeignete Lösung finden. Unabhängig von der Verankerungstechnik sind wir heute in der Lage Ihnen eine Vielzahl von Implantate anzubieten, so dass wir eine ganz individuelle, auf die Bedürfnisse des Patienten zugeschnittene Versorgung durchführen können. Beispielsweise bei jungen Patienten gibt es einen Trend, das erkrankte Gelenk nur zu überkronen mit einer sogenannten Kappenprothese. Des Weiteren eignet sich hier auch eine sogenannte Kurzschafftprothese zu verwenden. Bei diesem Prothesenmodell ist es so, dass praktisch nur der erkrankte Hüftkopf entfernt wird und Teile des Schenkelhalses noch erhalten bleiben, was insbesondere - falls diese Prothese einmal gewechselt werden muss - noch genügend Knochen zur Verfügung lässt, auch ein neues Implantat wieder sicher verankern zu können. Ein Designmerkmal all dieser Prothesen ist es, dass die Krafteinleitung und die Verbindung mit dem Knochen sehr nah am Hüftgelenk erfolgt. Gibt es hier Knochendefekte, beispielsweise in einer Wechselsituation, wo eine Prothese getauscht werden muss, so können wir über diesen Schafft hinaus noch längere Schäffte einbauen, die dann die Stabilität von weiter unten im Knochen sich holen und gewährleisten können.
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Krallenzehen - Wie entstehen sie und was kann man dagegen tun? (Dr. Wolfgang Klauser)
 
01:55
Weitere Gesundheitsvideos werbefrei auf http://www.arztwissen.tv Dr. Wolfgang Klauser: Wie entstehen Krallenzehen und was kann man dagegen tun? Bei den Krallenzehen handelt es sich im allgemeinen um Fehlstellungen, die zu einem Einbeugen im Mittelgelenk der Zehen führen, verbunden damit ist dann häufig eine Überstreckung im Grundgelenk der Zehe. Wir haben eine Einbeugen im Bereich des Mittelgelenkes und dann kommt in diesem Gelenk, im Grundgelenk der Zehe zu einem Höhertreten, so dass eine Kralle entsteht. Die führt dazu, dass der Patient beim Tragen vom Schuhwerk schmerzhafte Schwielen bekommt und zwar hier streckseitig über dem Mittelgelenk. Die Therapie ist im allgemeinen so, dass wir sehen müssen, ob der Patient mit dieser Fehlstellung der Zehen auch eine Fehlstellung des Fußes vergesellschaftet hat, d.h. wir müssten in dem Fall dann die Fehlstellung des Fußes korrigieren. Weiterführend müssten wir die fehlgeleiteten Sehnen, die vielleicht verkürzt sind, verbunden mit den Weichteilen, wie z.B. Gelenkkapsel aber den Sehnen, die streckseitig auf dem Rücken der Zehe laufen, zu korrigieren. Bei der konservativen der Therapie der Krallenzehe würde man sich bemühen die verkürzten Weichteile, die Sehnen und auch die Gelenkkapseln, Bänder zum Beispiel durch zu Massagen aufzudehnen und wieder zu strecken, so dass die Zehe wieder in eine Streckung überführt werden kann. Es gibt die Möglichkeit auch entsprechende Einlagen und Polster zu tragen, die eingelegt werden können, so dass die schmerzhaften Schwielen zumindest abgepuffert werden können und die Schmerzen für den Patienten nicht ganz so stark sind. Weiterhin haben wir die Möglichkeit natürlich mit Einlagen zu arbeiten, um dem Patienten eine bessere Bettung der Zehen und auch des Fußgewölbes zu ermöglichen.
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Außenbandriss am Fuß - Welche Therapiemöglichkeiten gibt es? (Dr. Wolfgang Klauser)
 
02:17
Weitere Gesundheitsvideos werbefrei auf http://www.arztwissen.tv Dr. Wolfgang Klauser: Außenbandriss am Fuß - Welche Therapiemöglichkeiten gibt es? Der Außenbandriss am Fuß tritt normalerweise bei sportlichen Aktivitäten auf oder aber auch bei den Leuten, die vielleicht sich vertreten und dabei den Fuß verdrehen und zwar nach innen verdrehen. Dann kommt es zu einem Reißen des Bandapparates außenseitig in Höhe des Außenknöchels. Der Mensch hat dort im allgemeinen drei große Bänder, die für die Stabilität der Sprunggelenksgabel zur Verfügung stehen und die Knöchelgabel stabilisieren. Unter der Sprunggelenksgabel im allgemeinen die Teile vom Unterschenkel, die vom Schienenbein und Wadenbein ausgemacht werden, d.h. die Innenknöchel-, und Außenknöchelregion, die das Sprungbein am Fuß umfasst. Das bezeichnen als Sprunggelenksgabel. Therapeutisch gesehen würde man hier erst mal wieder konservativ vorgehen. Wir empfehlen im allgemeinen dort abschwellende Maßnahmen, weil die Patienten mit einem akuten Riss eines solchen Bandes häufig eine deutliche Schwellung mit sich bringen. Dort würden wir versuchen die Schwellung zu reduzieren mit kühlenden Maßnahmen, entzündungshemmenden Maßnahmen. In gleicher Sitzung würden wir aber auch ein Stabilisierung über eine Bandage oder Tapeverband vornehmen, der eine Stabilität für den Patienten bedingt.
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Knieprothesen - Wie oft lassen sie sich austauschen? (Dr. Wolfgang Klauser)
 
01:39
Weitere Gesundheitsvideos werbefrei auf http://www.arztwissen.tv Dr. Wolfgang Klauser: Wie oft lassen sich Knieprothesen austauschen? Zwei Faktoren beeinflussen im wesentlichen die Möglichkeit Prothesen austauschen zu können. Zum einen sind das die Weichteil, also Muskeln und Bänder, die das Kniegelenk umgeben und zweitens geht es dabei um den Knochen, den wir während der Operation finden, ob der doch taugt und wie groß Knochendefekte, die eventuell entstanden sind. Der Austausch von Prothesen ist glücklicherweise nicht sehr häufig erforderlich. Man kann davon ausgehen, dass man heute Knieprothesen, wenn man pfleglich mit ihnen umgeht, 15 -20 Jahre halten. Dann kommt es im allgemeinen zu einer Lockerung/Verschleiß insbesondere des Gleitlagers der Prothese und das wiederum führt dann zu einer Wechseloperation, wenn dieser Verschleiß weiter fortgeschritten ist. Unter ordentlichem Umgang verstehen wir, dass der Patient sich mit seiner Prothese bewegt und alles das tun kann, was im Freude bringt, allerdings gibt es gewisse Bewegungen und gewisse Sportarten insbesondere, die dazu führen, dass ein Kunstgelenk einen vermehrten Verschleiß unterliegen kann. Dazu zählen die Aufnahme von Kontaktsportarten. Fußballspielen wäre eine Sportart, die wir unseren Patienten nicht unbedingt empfehlen würden, weil hier doch sehr abrupte Drehbewegungen und Scheerbewegungen auf das Gelenk auftreten können und dadurch dann ein vermehrter Verschleiß auftritt.
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Wurzelreizsyndrom (Lumboischialgie) - Was ist das und was kann man da tun? ( Dr. Ralf Hempelmann)
 
02:22
Mehr Gesundheitsvideos werbefrei auf http://www.arztwissen.tv Dr. Ralf Hempelmann: „Lumbal“ bedeuted „ zur Lendenwirbelsäule gehörig“ und eine „Algie“ ist ein Schmerzzustand und „ischias“ ist der Ischiasnerv. Eine Lumboischialgie ist ein Schmerz, der den Rücken und den Ischiasnerven betrifft. Schmerzen, die aus der Lendenwirbelsäule in ein oder beide Beine ausstrahlen. Der Ischiasnerv wird aus verschiedenen Nervenwurzeln, die aus der Lendenwirbelsäule kommen, gebildet, d.h. also wenn man Rücken-, und Beinschmerzen hat ist es typisch für eine Nervenbedrängung, also Nervenwurzelkompression an der Lendenwirbelsäule, die mehrere Ursachen haben kann. Zum einen ist das der Bandscheibenvorfall und das andere ist die Spinalkanal/ Wirbelkanaleinengung beim Nervenaustrittskanal, die Vorraumspinalstenose, das kann dann zu immer wieder auftretenden oder auch ständigen Lumboischialgien führen. Die Therapie wären dann die konservative Therapie, die aus entsprechenden Medikamenten, Krankengymnastik und der Physiotherapie bestehen, letzten Endes auch aus einer Spritzentherapie, die an verschiedenen Stellen gesetzt werden kann. Wichtig ist an dieser Stelle aufgrund der Häufigkeit in der Praxis die CT-gestützte Spritze zu erwähnen, die an eine Nervenwurzel an der Lendenwirbelsäule gesetzt wird. Und wenn alles nicht hilft und auch eine klare Ursache der Lumboischalgie sieht, wie z.B. einen Bandscheibenvorfall, dann würde man als letzte Möglichkeit die Operation empfehlen.
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Herzschrittmacher: Wie lange hält die Batterie? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)
 
01:51
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Wenn ich einen Herzschrittmacher habe. Wie oft muss dieser kontrolliert werden und wie lange hält die Batterie? Dr. med. Dierk Moyzes: Die Schrittmacherbatterie hat normalerweise eine Lebensdauer von 7-10 Jahren. Wenn die Batterie leer ist, wird ein Schrittmacherwechsel notwendig, dieser läuft ähnlich ab wie eine Schrittmacherimplantation d.h. entlang der alten Narbe wird die Haut, nachdem sie betäubt wurde, wieder geöffnet, der alte Schrittmacher wird herausgenommen. Die Sonden werden abgeschraubt und getestet, ob sie noch richtig funktionieren und dann wird der neue Schrittmacher angeschraubt und an die selbe Stelle, in der der alte Schrittmacher gelegen hat, implantiert. Sie müssen auch keine Angst haben, dass der Schrittmacher unerwartet und plötzlich seine Funktion aufgibt, denn durch die regelmäßigen Schrittmacherkontrollen, die wir durchführen, beobachten wir permanent die Batterieleistung. Durch bestimmte Messungen erkennen wir ein frühzeitiges Nachlassen der Batterieleistung und können einen Wechsel Monate im Voraus planen.
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Hexenschuss (Lumbalgie) - Was ist das und was kann ich dagegen tun? ( Dr. Ralf Hempelmann)
 
03:03
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Dr. Ralf Hempelmann: Was genau kann schon keiner genau beantworten. Die Frage ist leider etwas falsch gestellt. Ein Hexenschuss ist ein unkomplizierter, akuter Schmerz im Kreuz. Es ist üblicherweise etwas Gutartiges. Viele kennen diesen Schmerz, der z.B. in der Nacht kommt oder bei bestimmten Bückbewegungen, Schuhe zubinden, Duschen oder in die Hose einsteigen. Plötzlich hat man diesen extremen Schmerz im Kreuz und ist kaum noch beweglich. Die Ursache ist häufig schwer zu ermitteln, was sich auch schwer erklären lässt. Ich hatte die verschiedenen Strukturen der WIrbelsäule genannt, die wehtun können. Wenn wir mal nicht von einem Bandscheibenvorfall als Ursache ausgehen, diesem aus dem Bein austrahlenden Schmerz, sondern nur über akute schlimme Rückenschmerzen ausgehen. In diesem Fall können es die Wirbelgelenke sein, deren Gelenkkapsel mit zunehmenden Alter etwas schlaffer werden und wenn die sich beim nach vorne Bücken in das Gelenk einklemmt und beim Zurückkommen eingeklemmt bleibt , kann das durchaus zu einem sehr intensiven Schmerz führen. Das könnte eine mögliche Ursache sein. Als Reaktion darauf kommt es zu einer massiven Muskelverspannung und diese Schmerzen können dann noch Tage anhalten. Ein unkomplizierter akuter Kreuzschmerz, der anfangs mit körperlicher Ruhe behandelt wird, aber recht schnell sollte man dann wieder in die Bewegung kommen und beginnen Spazieren zu gehen und nach Massagen oder passiver Therapie recht schnell mit der Bewegungstherapie/Physiotherapie beginnen. Es ist üblicherweise nichts, wo man sich Sorgen machen muss. So ein akuter Kreuzschmerz muss auch nicht gleich mit MRT in die weitere Diagnostik kommen, sondern wenn er nach einigen Tagen wieder weggeht muss man keine weitere Diagnostik machen. Behandeln muss man dann rein konservativ. Zur akuten Behandlung des akuten Kreuzschmerzes gehört natürlich auch die medikamentöse Behandlung. Anfangs kann man aufgrund der Schmerzen noch keine große aktive Krankengymnastik machen, daher müssen Analgetiker/ Schmerzmedikamente , wie z.B. Metamizol oder Paracetamol verabreicht werden und oder zusätzlich Antiphlogistika, abschwellende Medikamente und auch Schmerzmedikamente, wie Ibuprofen und Diclofenac verabreicht werden. Nach der körperlichen Ruhe muss man jedoch schnell wieder mit der aktiven therapierenden Bewegung beginnen.
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Kniegelenksspiegelung - Was erwartet mich? (arztwissen.tv / Knie & Hüfte)
 
01:48
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Kniegelenksspiegelung - Was erwartet mich? Dr. med. Martin Rinio: Eine Kniegelenkspiegelung ist heute ein Routineeingriff, der tausendfach jährlich durchgeführt wird. Hierbei schauen wir über einen kleinen Stich mit einer dünnen Optik in das Kniegelenk hinein und können uns so sämtliche Strukturen im Kniegelenk auf einem Monitor ausschauen. Des Weiteren wird ein zweiter kleinerer Kanal geschaffen, über den mit feinen Instrumenten das Kniegelenk ausgetastet und untersucht werden kann. Man kann beispielsweise den Meniskus abfahren und schauen, ob dort Risse vorhanden sind. Wir können Bänder prüfen, wie beispielsweise das vordere Kreuzband, indem wir mit diesem feinen Tasthäkchen das Band umfahren und daran ziehen und so prüfen können, ob es noch fest sitzt. Des Weiteren lässt sich sehr schön jede Gelenkfläche anschauen und auf ihre Intaktheit hin überprüfen. Da wir bereits vor der Operation durch die MRT-Untersuchung wissen, was Ihrem Kniegelenk fehlt, wird die Gelenkspiegelung heutzutage nur noch als therapeutischer Eingriff durchgeführt. Das heißt, wenn wir vor Ort sind mit den feinen Instrumenten, können wir die entsprechende Erkrankung therapieren und den Schaden somit beseitigen. Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv
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Knorpelschäden am Sprunggelenk - Welche Therapiemöglichkeiten gibt es? (Dr. Wolfgang Klauser)
 
02:24
Weitere Gesundheitsvideos werbefrei auf http://www.arztwissen.tv Dr. Wolfgang Klauser: Knorpelschäden am Sprunggelenk - Welche Therapiemöglichkeiten gibt es? Die Knorpelschäden am Sprunggelenk können sehr vielfältig sein und auch sehr ausgeprägt oder auch nur sehr gering ausgeprägt. Im allgemeinen ist das ein sehr schwieriges Kapitel, weil wir auch dort davon ausgehen müssen, dass anatomisch gesehen der Knorpel am Sprunggelenk relativ stark belastet wird. Wir haben hier eine sehr kleine Gelenkfläche. Diese kleine Gelenkfläche hat dazu geführt, dass der Knorpel am Sprunggelenk sehr gesondert und sehr dick ausgearbeitet und ausgebildet ist. Wenn es dort zu Knorpelschäden kommt, dann ist es für uns relativ schwierig die zu reparieren. Grundsätzlich würde man auch hier versuchen zunächst mit konservativen Maßnahmen zu arbeiten, in der Art, dass man sagt, wir versuchen hier eine Ruhigstellung, um die entsprechenden Schäden, die dort auftreten können, vielleicht von ihren Symptomen her wieder etwas zu beruhigen. Im allgemeinen führt das aber meistens nicht zu einem dauerhaften Erfolg und letztendlich kommt es dann doch zur Operation, wobei es hier viele verschiedene Maßnahmen gibt, um letztendlich Knorpelschäden einigermaßen zu beheben, insofern das möglich ist. Zum Einen gibt es da die Gelenkspiegelung, die uns die Möglichkeit gibt den Knorpelschaden zu begutachten und eventuell Bohrungen im Knorpel oder am Knorpel, der geschädigt ist, vorzunehmen, um dort eine Blutversorgung wieder auftreten zu lassen, die besser ist, so dass da so eine Art Ersatzknorpel auftritt. Dieser Knorpel ist im allgemeinen nicht so belastbar, wie der gesunde Knorpel, der einmal da gewesen ist. Wenn der Knorpeldefekt größer ist und auch tiefergehend, so dass auch der Knochen mit involviert ist, würde man allerdings dazu übergehen müssen über eine Knorpelverpflanzung zu sprechen. Das sind heute sehr moderne Techniken, da gibt es verschiedene Verfahren, wo wir versuchen mit körpereigenen Zellen zu arbeiten oder aber auch mit körpereigenen Plasmabestandteilen des Blutes, um dort einen Ersatzknorpel zu züchten. Der ist auch nicht so lange haltbar und so belastbar, wie der Knorpel, der mal dagewesen ist.
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Hammerzehen - Wie entstehen sie und was kann man dagegen tun? ( Dr. Wolfgang Klauser)
 
01:43
Weitere Gesundheitsvideos werbefrei auf http://www.arztwissen.tv Dr. Wolfgang Klauser: Wie entstehen Hammerzehen und was kann man dagegen tun? Bei der Hammerzehe handelt es sich um eine Fehlstellung der Zehen im Endgelenk, diese Endgelenke eingebeugt, d.h. sie lassen sich nicht mehr in eine gerade Stellung überführen, wie wir sie normalerweise benötigen. Ich zeige das nochmal an meinem Finger. In diesem Gelenk am Ende der Zehe kommt es zu einem Einbeugen. Dieses Einbeugen führt zu einer vermehrten Überlastung im Bereich der Zehenspitze und das wiederum führt dazu, dass wir in diesem Bereich eine Hornhaut ausbilden. Die Ursache dafür ist mannigfaltig, es gibt Fehlstellungen, die dazu führen, dass die Zehen eine vermehrte Arbeit leisten müssen, um den Fuß zu stabilisieren. Es kann sich aber auch Verkürzungen von Sehnen handeln, die in diesem Bereich eine Rolle spielen. Die Therapie der Hammerzehe besteht darin die Ursachen herauszufinden, die für diese Fehlstellung zuständig sind, d.h. wir müssen Fehlstellungen des Fußes korrigieren, falls erforderlich und wenn die Zehenfehlstellung schmerzhaft ist, dann müssen wir versuchen z.B. mit Massagen oder auch mit Krankengymnastik eine Verbesserung zu ermöglichen. Das bedeutet, dass wir erst einmal konservative Therapien vorschlagen und erst wenn wir feststellen, dass diese Zehenfehlstellung sich mit konservativen Maßnahmen nicht behandeln lassen, empfehlen wir im allgemeinen die operative Versorgung dieser Fehlstellungen.
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Meniskusriss - Was ist das genau und was kann man tun? (arztwissen.tv / Knie & Hüfte)
 
03:13
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Meniskusriss - Was ist das genau und was kann man tun? Dr. med. Martin Rinio: Um es besser erklären zu können, habe ich hier ein Knochenmodell vom Kniegelenk. Wir schauen hier in den äußeren Gelenkspalt hinein. Der Knorpel und der Meniskus liegen in diesem Bereich. Der Meniskus ist sozusagen eine Zwischenscheibe, die zwischen Ober- und Unterschenkel zu liegen kommt und eine gewisse Pufferfunktion hat. Es gibt ihn auf der Außenseite als sogenannten Außenmeniskus und in der Innenseite als Innenmeniskus. Häufiger von den Rissen betroffen ist der Innenmeniskus, da er größeren Belastungen ausgesetzt ist. Die meisten Risse am Meniskus entstehen in Folge von Bagatellbewegungen, beispielsweise beim Aufstehen aus der Hocke. Hierbei ist eine gewisse Gewebevorschädigung anzunehmen, da es sonst nicht zu dieser Rissbildung im Meniskus käme. Klassischerweise ist der Innenmeniskus häufiger betroffen als der Außenmeniskus, da er stärkeren mechanischen Belastungen ausgesetzt ist. Insbesondere im hinteren Anteil des Meniskus, also im sogenannten Hinterhorn sind die meisten Risse zu verzeichnen. In aller Regel reißt der Meniskus in einer Art und Weise, die eine Naht nicht möglich macht, deshalb wird der abgerissene Anteil im Rahmen einer Kniegelenksspiegelung entfernt und der restliche Meniskus geglättet. Sollte der Meniskus in einer Art und Weise reißen, die eine Naht möglich macht, so ist auch eine Naht und eine Refixierung des Meniskus möglich, so dass dieser wieder stabil im Kniegelenk einheilen kann. Für den Fall, dass der Meniskus nicht zu nähen war und wir den abgerissenen Anteil aus dem Kniegelenk entfernen mussten, ist es nach wie vor möglich, das Kniegelenk ganz normal zu bewegen. Das heißt, wir achten heute darauf, wirklich nur den geschädigten Anteil des Meniskus zu entfernen, dass noch genügend Restmeniskus vorhanden ist, der dann auch noch eine Restfunktion ausübt, so dass das Gelenk nach wie vor noch eine entsprechende Dämpfung durch den Restmeniskus hat. Dass der Meniskus gerissen ist, merken Sie daran, dass es zu Einklemmungserscheinungen im Kniegelenk kommen kann. Diese führen klassischerweise zu Streckblockaden, das heißt das Kniegelenk kann nicht mehr vollständig gestreckt werden und es entstehen hierbei sehr starke Schmerzen. Mit der Entfernung des abgerissenen Meniskusanteils verschwinden auch gleichzeitig die Schmerzen und das Kniegelenk ist wieder frei beweglich. Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv
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Sind ein Großteil der OP´s am Rücken wirklich unnötig? ( Dr. Ralf Hempelmann)
 
05:38
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Dr. Ralf Hempelmann: Zunächst einmal vielen Dank für die Frage. Erst mal eines, es steht uns nicht zu dieses hier klar zu beantworten, geschweige denn im Namen anderer Kollegen zu beantworten. Wir werden das auch in kurzer Zeit nicht lösen können. Denn es gibt wie überall immer so ne und solche Ärzte und es mag durchaus sein, dass Wirbelsäulenoperationen durchgeführt worden sind, die nicht hätten durchgeführt werden müssen. Jeder von uns erlebt solche Patienten, die so etwas hinter sich haben. Im Augenblick geht das vielleicht nicht ganz aber bei einigen Patienten ins andere Extrem. Ich lerne immer wieder Patienten kennen, bei denen ich mich wundere, warum die nicht schon seit einem Jahr operiert worden sind. Sie leiden an großen Bandscheibenvorfällen, von denen sie sich einfach nicht erholen, weil die groß sind und gegen die Nervenwurzel drücken oder sogar schlimmer, bei einer zervikalen Myelopathie über eine Rückenmarkkompression der Halswirbelsäule, durch Wirbelkanaleinengung bleiben Patienten unbehandelt, weil sie Angst bekommen haben und sich von einem Arzt beraten zu lassen. Sie suchen keine Zweitmeinung auf und auch keine 5., 6. , 7.-Meinung auf. Das ist jetzt die andere Sorge, die ich habe. Die Diskussion ist nicht wirklich sachlich geführt worden. Darunter leiden wir mit unseren Patienten mit, wir Neurochirurgen, Orthopäden, die Wirbelsäulenchirurgien durchführen. Das momentan viele Patienten Angst bekommen haben, weil sie keinem Arzt mehr trauen. Trauen sollte man Ärzten, es ist eine Gefühlssache, man bekommt recht schnell mit, ob ein Arzt einen gründlich untersucht und ob man ihm trauen kann oder nicht. Das ist das eine, was meine Sorge ist und das andere, sind die sogenannten Stigmatisierungen von Patienten. Patienten haben wegen Rückenschmerzen irgendwann ihr MRT-Bild und kommen mit diesen Bildern zum Arzt und es ist alles mögliche auf den Bildern beschrieben worden. Bei einem 70 jährigen Mann, der deutliche degenerative, also Verschleißveränderungen der Wirbelsäule hat und Angst über seine Wirbelsäule bekommen hat, weil dieser den Text selber liest, da steht alles mögliche schlimme drin oder weil sogar irgendjemand ihm gesagt hat, wenn ich das alles lese, deine Wirbelsäule sieht ja furchtbar aus. Wenn ich diese Patienten dann frage, was ihr Problem ist, dann möchte ich gerne wissen, wo schmerzt es und als Antwort bekomme ich dann:“ Ja, meine Wirbelsäule ist ein einziges Frack!“ Solche Worte bekomme ich wirklich häufiger zu hören. Und dann muss man die Patienten erst mal beruhigen und sie erst mal beruhigen. Sie sind ja auch 70, wenn ich mir ihr Gesicht angucke, kann ich auch alles mögliche beschreiben. Jede Falte, jeden Altersfleck kann ich beschreiben und wenn ich das dann am Ende lese kann ich einen riesen Schreck über das, was da alles in meinem Gesicht ist, bekommen aber in Wirklichkeit ist es nur ein schönes 70 jähriges, faltiges Gesicht. Und so ist es mit der Wirbelsäule auch. Der Vergleich hinkt etwas jedoch glaube ich, dass dieser ganz gut ist. Meine Patienten verstehen diesen jedoch sehr gut. Letztlich muss man jetzt herausfinden, was denn nun wirklich weh tut und muss man diese Wirbelsäule nun wirklich operieren. Und in ganz vielen Fällen kann man Patienten beruhigen und sagen, dass ihre Wirbelsäule eine ganz normale 70jährige Wirbelsäule ist und wenn sie eine gute Krankengymnastik pflegen und in Bewegung bleiben und Sport, wie das Nordic Walking machen oder regelmäßig Spazieren gehen, dann wird es ihnen gut gehen. Dann sind Patienten häufig glücklich und gehen auch so nach Hause und ich sehe sie dann auch nicht mehr wieder und hoffe nicht, dass sie sich noch eine 8. Meinung eingezogen haben. Zu einem guten Arzt, und dazu gehören die meisten in Deutschland und da muss man sich nicht unnötig ängstigen, gehört einerseits die Schmerzen nehmen und andererseits die Angst nehmen. Und wenn ich die Angst genommen habe, habe ich schon 50% der Schmerzen genommen. Da kommt dann wieder die Seele ins Spiel, das Stigmatisieren, die Depressionen, das Katastrophisieren, das kommt häufig nicht nur von Patienten, da können auch Ärzte ordentlich ihren Teil beitragen und da haben wir entgegen zu wirken. Und dann haben die Patienten häufig eine sehr gute Chance wieder glücklich zu werden. Eine Operation muss man dann machen, wenn man operieren kann und nichts anderes mehr geht. Ich habe Beispiele erwähnt, der Bandscheibenfall, der zu Lähmungen führt und sogar zum Stören beim Wasserlassen und Stuhlgang führt, der Schmerzen klar erklärt und der konservativ einfach nicht geheilt werden kann; die Wirbelkanalstenose, die durch konservative Therapie nicht geheilt werden kann, nicht zu lange warten, eine Operation wirkt besser als eine konservative Therapie.
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Myelopathie - Was ist das? (Dr. Ralf Hempelmann)
 
03:07
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Dr. Ralf Hempelmann: Übersetzt „ tor myelon“ ist das Rückenmark und „ patein“ ist griech „ Leiden“ . Das heißt übersetzt ist Myelopathe Rückenmarkleiden. In der Medizin wird das, gerade bei uns Neurochirurgen benutzt, für ein Rückenmarkleiden, dass durch eine Rückenmarkbedrängung ausgeübt ist, benutzt. Wenn der Wirbelkanal zu eng ist. Das kann er dort sein, wo das Rückenmark auch ist, also nicht an der Lendenwirbelsäule. Da sind nämlich die Nerven und Verlängerungen des Rückenmarks noch in der Rückenmarkhaut, aber typischerweise in der Halswirbel-, oder Brustwirbelsäule. Eine Myelopathe durch eine verschleißbedingte also degenerative Erkrankung, eine Wirbelkanaleinengung/Stenose ist häufig an der Halswirbelsäule. Es ist extrem selten an der Brustwirbelsäule. Da wäre eine Myelopathe eher bedingt durch einen Tumor, der im Wirbelkanal sitzt. Das kann ein bestimmter Nervenhauttumor sein, ein sogenanntes Neugiom oder ein Rückenmarkhauttumor, ein Meningiom das sind die häufigsten. Aber die häufigste Ursache der Myelopathe ist die Einengung des Wirbelkanals aus verschleißbedingten Gründen, von der Bandscheibe und den Gelenke kommend, an der Halswirbelsäule. Das äußerst sich dann durch recht typischen aber auch recht bunte Symptome. Die Patienten können Schmerzen in beiden Armen, Fingern und Händen haben, häufig auch Brennschmerzen, gewisse Feinmotorikstörungen in den Fingern haben, auch Lähmungen und Muskelabbau in den Händen. Und die langen Rückenmarkbahnen, die in die Beine ziehen, wenn diese komprimiert werden, führt das zu einer sogenannte Spastik in den Beinen, einer Muskelspannungserhöhung auch eine Kompression der Kleinhirnbahnen, das führt zu einer Ataxie. Die Patienten gehen unsicher noch viel stärker bei geschlossenen Augen oder im Dunkeln und Freunde sagen zu ihnen häufig, dass du wie ein Betrunkener gingest. Gangunsicherheit, Schmerzen und Schwäche in den Beinen, Schmerzen in den Armen, ein sehr buntes Bild eine zervikale, d.h. zur Halswirbelsäule gehörende Myelopathe ausmachen kann. Zur Therapie der Myelopathe, die eben typischerweise eine zervikale, also halswirbelsäulenbedingte Myelopathe ist, gilt das, was bei der Therapie der Stenose der Halswirbelsäule gesagt worden ist. Es geht darum das Rückenmark im Wirbelkanal zu dekompremieren, also von der Verengung zu befreien über je nach dem , wo die Verengung herkommt, einen Zugang von vorne oder hinten.
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Welchen Einfluss hat ein künstliches Hüftgelenk auf mein Gehverhalten? (Prof.Dr.Thorsten Gehrke)
 
04:16
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Prof.Dr.Thorsten Gehrke: Welchen Einfluss hat ein künstliches Hüftgelenk auf mein Gehverhalten? Das ist eine relativ schwierige Frage. Hat das künstliche Hüftgelenk Einfluss auf das Gehverhalten. Das hängt von ganz unterschiedlichen Faktoren ab. Grundsätzlich muss man sagen, ein künstliches Hüftgelenk ist etwas künstliches und etwas unnatürliches, d.h. man verändert etwas und man verändert ganz sicher auch das Muskelspiel zueinander der hüftumgebenen Muskulatur. Wie ausgeprägt diese Veränderung ist, das liegt wahrscheinlich an der Kunst des Operateurs. Der versierte Operateur, der ein künstliches Gelenk einsetzt, ohne viele wichtige Strukturen, die das Hüftgelenk umgeben,bewegen ,schützen zu zerstören, der wird in aller Regel mit seinem künstlichen Hüftgelenk wieder ein annähernd normales Gehverhalten erzeugen. Insgesamt hängt auch dieses Gehverhalten ganz sicher vom Zugang zu diesem Hüftgelenk ab. Wie gehen wir in das Gelenk hinein? Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wenn das das Hüftgelenk ist, dann kann man einmal von Hinten an das Gelenk heran gehen, man kann von Vorne an das Gelenk heran gehen, man kann dann ganz weit Vorne an das Gelenk heran gehen. All diese unterschiedlichen Zugänge haben Vor- und Nachteile. Es gibt aber auch Zugänge, die eher für das Gehverhalten z.B. eher mehr Nachteile haben, dazu zählt z.B. ein Zugang, den man früher häufiger , heute nicht mehr so, verwendet hat, der durch einen ganz wichtigen Muskel geht. Da muss man einen Muskel, den ich als Motor der Hüfte bezeichnen würde, zumindest nicht durchtrennen, aber spalten, um an das Gelenk heranzukommen. Und da kommt es dann sehr häufig zu einem veränderten Gehverhalten. Aber die Kunst des guten Operateurs ist eben wieder ein annähernd natürliches und normales Gehverhalten durch seine Operationstechnik zu erzielen. Nicht nur die Operationstechnik, dazu zählen auch andere Dinge, z.B. schaffe ich es das Bein in der Länge wieder auszugleichen, schaffe ich es bestimmte biomechanische, ganz wichtige Voraussetzungen in diesem krankhaft veränderten Gelenk wieder herzustellen. All das ist eben etwas, was den erfahrenen guten Operateur auszeichnet und der damit dann eben ein nicht normales aber annähernd normales Gehverhalten herstellen kann. Übrigens ist es auch so, dass der Patient selbst dazu beitragen kann wieder ein annähernd natürliches Gehverhalten nach so einer Operation aufzuweisen, indem er z.B. schon vor der Operation gut trainiert, so gut wie möglich in eine Operation hineingeht, so dass sich möglichst nur über einen kurzen Zeitraum ein unnatürliches Gehverhalten einschleifen kann. Also bis zum Schluss seine Muskulatur immer in Schuss halten, zu versuchen normal zu gehen, das führt dazu, dass man auch nach der Operation wieder besser geht als andere. Und selbstverständlich ist der Patient, der dann nach der Operation auch aktiv an sich arbeitet, seine Muskeln trainiert, der wieder bestimmte Sportarten aufnimmt, wie Fahrrad fahren, wie Schwimmen, wie Nordic Walking, eher in der Lage natürlich zu gehen als andere, die das eben nicht tun.
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Knieprothese - welche ist die Richtige für mich? (arztwissen.tv / Knie & Hüfte)
 
04:45
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Knieprothese - welche ist die Richtige für mich? Das hängt prinzipiell davon ab, welche Gelenkanteile bei Ihnen von der Arthrose betroffen sind, das heißt wo sich der Verschleiß am stärksten ausgewirkt hat. Beispielsweise sind wir heute in der Lage jedes Kompartiment, das heißt jeden Gelenkanteil auch isoliert zu ersetzen. Sie sehen hier das Modell einer so genannten Schlittenprothese, das heißt es ist nur ein Gelenkanteil ersetzt, der andere verbleibt in seiner ursprünglichen Form, wodurch sozusagen dieser Teil der Arthrose beseitigt ist. Sollte die Arthrose beide Anteile des Kniegelenks befallen haben, so ist es auch möglich dies mit einer so genannten bikondulären Endoprothese zu versorgen, weil sie beide Oberschenkelhälften abdeckt. Wie Sie sehen wird gleichzeitig die gesamte Unterschenkelknochenebene auch mit diesem Gelenkersatz überdeckt. Man sieht hier, dass die Prothese letztendlich nur durch die Seitenbänder geführt wird und in sich keine Kopplung aufweist. Sollten die Seitenbänder nicht mehr intakt sein, so ist es notwendig Prothesen mit einem höheren Kopplungsgrad zu verwenden, die in der Mitte einen Zapfen haben (ein Verbindungsstück zwischen dem Oberschenkel und dem Unterschenkel), damit es zu keiner Instabilität kommt. Hier sehen wir ein weiteres Modell einer bikondulären Oberflächenersatzprothese, das heißt auch hier ist der gesamte Gelenkbereich ersetzt. Es lässt sich auch die Rückfläche der Kniescheibe ersetzen, wie man an diesem weißen Kunststoff erkennen kann, so dass letztendlich sämtliche Gelenkabschnitte durch die Prothese ersetzt wurden. Betrifft die Arthrose das gesamte Gelenk, so ist diese Art von Prothese, die beide Gelenkflächen im Hauptgelenk ersetzt, die mit am häufigsten verwandte. Worauf kommt es bei der Implantation einer solchen Prothese an? Wir hätten gerne am Ende der Operation eine gerade Beinachse, so dass die Last zentral durch das Kniegelenk läuft. Welche Vorteile hat dies? Es wird keines der Kompartimente zu stark belastet und es findet eine gleichmäßige Belastung der Prothese in allen Anteilen statt, wodurch wir uns eine gleichmäßigere Belastung des Kunststoffteils und weniger Abrieb erhoffen. Die Prothese hält dadurch länger. Genauso wichtig ist es, dass die Außen- und Innenbänder in Beugung und Streckung unter einer gleichen Spannung stehen. Stehen die Bänder zu irgendeinem Zeitpunkt des Bewegungsablaufes nicht unter einer gleichen Spannung, führt dies zu einer Instabilität. Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv
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Langzeitblutdruckgerät - Wie trägt man das? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)
 
02:30
Dieses Video erklärt Ihnen die Funktionsweise des Langzeitblutdruckgeräts und wie dieses am Körper angelegt wird. Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv
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Kreuzbandriss - Was bedeutet das und was kann ich tun? (arztwissen.tv / Knie & Hüfte)
 
03:18
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Kreuzbandriss - Was bedeutet das und was kann ich tun? Dr. med. Martin Rinio: Im Kniegelenk verlaufen zwei Kreuzbänder: das vordere Kreuzband und das hintere Kreuzband. Das vordere Kreuzband reißt ungefähr 100 Mal häufiger als das hintere Kreuzband. Das heißt, wir haben es in der Regel bei Sportverletzungen mit Rissen des vorderen Kreuzbandes zu tun. Dies führt zu einer vermehrten Instabilität im Kniegelenk, denn das Kreuzband sichert den Unterschenkel gegen ein Verrutschen nach vorne. Fehlt das vordere Kreuzband, so kann diese Bewegung vermehrt durchgeführt werden. Dies spürt der Patient insbesondere durch Nachgebephänomene und Instabilitätsphänomene, wenn er beispielsweise Treppen hinabläuft oder auf schiefen Ebenen geht. Manche Patienten sind in der Lage durch eine gute Muskelführung im Oberschenkel, den Verlust des vorderen Kreuzbandes zu kompensieren. Dennoch ist gerade bei jüngeren Patienten ein Ersatz des vorderen Kreuzbandes notwendig, denn die vermehrte Belastung des Knorpels führt sonst zu einem frühzeitigen Verschleiß und damit zur Entstehung von Arthrose. Risse des vorderen Kreuzbandes heilen in aller Regel leider nicht spontan. Auch Bandnähte, die in der Vergangenheit versucht wurden, haben zu Misserfolg geführt. Deshalb hat sich heute als Standardbehandlungsmethode durchgesetzt, das vordere Kreuzband durch körpereigenes Gewebe zu ersetzen. Hier kommen im Wesentlichen zwei verschiedene Arten der Transplantate in Frage: eines, was aus der Mitte der Kniescheibensehne gewonnen wird und eines, was aus Beugesehnen vom Oberschenkel genommen wird. Diese werden dann anstelle des alten Kreuzbandes, welches gerissen ist, wieder durch den Knochen durchgezogen und im Knochen stabil verankert, so dass sie hier einwachsen können und die Funktion des vorderen Kreuzbandes damit übernehmen können. Die Operationszeiten beim vorderen Kreuzbandersatz schwanken in aller Regel zwischen 20 Minuten und einer Stunde - je nach verwendeter Technik und verwendetem Transplantat. Die Nachbehandlung sieht eine kurzfristige Teilbelastung vor mit Steigerung der Beweglichkeit, Aufbau der Muskelkraft und Steigerung der Koordination, so dass nach ungefähr neun bis zwölf Monaten die Rehabilitation abgeschlossen ist. Diesen Zeitraum braucht es auch bis das neue Transplantat wieder sicher und stabil mit dem umliegenden Knochengewebe verheilt ist. Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv
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Stabilisierung der Wirbelsäule - Was erwartet mich? ( Dr. Ralf Hempelmann)
 
04:14
Weitere Gesundheitsvideos werbefrei auf http://www. arztwissen.tv Dr. Ralf Hempelmann) Stabilisierung der Wirbelsäule - Was erwartet mich da? Eine Stabilisierung und Fusionierung der Wirbelsäule im Volksmund häufig als Versteifung bezeichnet, kann man auf unterschiedliche Weise durchführen. Ich kann nicht auf alle Möglichkeiten eingehen aber es geht im wesentlichen darum, dass man die Wirbelkörper fest miteinander verbindet. Meistens macht man das von hinten, gerade bei älteren Patienten, indem man durch die sogenannten Bogenwurzeln/Pedikel von hinten Schrauben hineindreht bis zum Wirbelkörper auf beiden Seiten in beiden benachbarten Wirbeln oder auch in dreien je nach dem wie weit man diese Fusionstrecke machen muss. Das ist das eine. Sehr häufig wird dann auch die Bandscheibe entfernt und dann wird ein sogenannter Cage, das ist ein Körbchen/kräftiger Ring/Bandscheibenersatz, zwischen die Körper gelegt und körpereigener Knochen von den Gelenken wird ebenfalls reingetan, damit alles miteinander verknöchern kann. Das Ziel einer solchen Fusionierung ist, dass die Wirbel miteinander knöchern verwachsen und somit einen Blockwirbel bilden. Dann kann später auch keine Schraubenlockerung oder Schraubenbruch resultieren. Ziel ist es beides miteinander zu verbinden mit sogenannten Pedikelschrauben, die letztlich mit Stäben miteinander verbunden werden und mit einem sogenannten Cage zwischen den Wirbelkörpern. Knochen muss angelagert werden zwischen den Wirbelkörper oder auch hinten an die Wirbelgelenke heran, damit alles verknöchern kann. Das dauert dann so ein halbes bis ein Jahr, von Patient zu Patient sehr unterschiedlich, bis alles miteinander verknöchert ist und dann hat das Segment Ruhe. Wichtig natürlich auch bei diesen Operationen, wir reden noch über Stenoseoperationen, dass die Nerven frei gemacht worden sind und die Wirbelkörper miteinander schön verbunden sind. Dann sollten, wenn alles gut verläuft und man ein bisschen Glück hat, das gehört immer dazu, sowohl die Rückenschmerzen als auch die ausstrahlenden Schmerzen in den Beinen zurückgehen. Wir reden nie über 100 Prozent, das sage ich zu keinem Patientin, wir reden darüber, dass zu einem guten Teil die Schmerzen zurück gehen und das Leben wieder lebenswert wird. Kein Wirbelsäulenchirurg redet davon, dass er die Schmerzen zu 100 Prozent wegnimmt. Das wäre ein bisschen zu optimistisch aber den meisten Patienten geht es auch nicht darum. Die Patienten sind meist sehr realistisch. Die Frage nach einer Bewegungseinschränkung nach einer solchen Fusionierung, die über ein Segment oder mehrere Segmente durchgeführt werden kann. Ich habe noch niemals einen Patienten erlebt, die mir später gesagt haben, er könne sich seitdem schlechter bewegen als vorher, noch nie. Das hat verschiedene Gründe. Erstmal haben wir viele Segmente, die sich bewegen und das andere ist, dass die Patienten starke längerandauernde Schmerzen haben und diese Patienten bewegen sich ja wegen ihrer Schmerzen kaum mehr. Und in dem Segment, dass wir stabilisieren, wir reden zwar von einer gewissen Segmentmikroinstabilität, das heißt aber nicht, dass die Wirbelsäule instabil ist und irgendwas droht, das ist nur eine gewisse pathologische Beweglichkeit im Segment, die dann an den Wirbelgelenken, an der Bandscheibe wehtut. Die Segmente, die wir fusionieren und stabilisieren haben typischerweise schon vorher keine nennenswerte Bedeutung in der Bewegung der Wirbelsäule. In diesen Segmenten bewegen die Patienten eigentlich nicht. Ich habe es noch gemerkt , dass Patienten dann später darunter leiden, dass sie weniger beweglich sind. Typischerweise geht der Schmerz zurück. Bei den meisten Patienten sehr gut und allein durch den Schmerzrückgang wird die Beweglichkeit wieder besser.
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Was kostet eine Zahnspange?
 
01:51
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Was kostet mich eine Zahnspange ? Wenn die Patienten eine Fehlstellung haben, die von der Krankenkasse bezahlt wird, dann übernimmt die Krankenkasse auch auch die Kosten jede Spange. Heutzutage ist es allerdings so, dass erstens vor dem Anbringen einer festen Apparatur ein Schutzlack aufgebracht wird. Zweitens arbeiten wir mit unsichtbaren und auch sehr hochwertigen Materialien und drittens wird der Zustand nach der Behandlung mit einem kleinen halte Draht fixiert wird, der an der Rückseite der Schneidezähnen befestigt wird. Diese Sonderkosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Sie kosten zwischen 20 und 40 Euro pro Monat extra. Man kann jedoch diese Kosten beim Lohnsteuerjahresausgleich anrechnen lassen. Bei einer kleinen Fehlstellung zahlt die Krankenkasse gar nicht. Da müssen sie allerdings mit Kosten zwischen tausend und 6000 Euro rechnen. Was sie dabei bedenken dürfen ist , dass sie nicht nur in ein strahlendes Lächeln investieren, sondern auch eine große Menge anderer gesundheitlicher Vorteilen haben. Das heißt, sie können ihre Zähne besser pflegen. Sie brauchen später eventuell keine Brücken und auf die dritten Zähne können sie, wenn sie Glück haben, vielleicht ganz verzichten.
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Spinalstenose - Was ist das und welche Therapiemöglichkeiten gibt es? (Dr. Ralf Hempelmann)
 
15:58
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Dr. Ralf Hempelmann: „ Stenos“ heißt „eng“, eine Stenose ist eine Verengung und „Spinal“ ist alles, was zur Wirbelsäule gehörig ist. Eine Spinalstenose ist eine Wirbelkanaleinengung. Durch den Wirbelkanal zieht an der Halswirbelsäule und der Brustwirbelsäule das Rückenmark und an der Lendenwirbelsäule eben in Verlängerung des Rückenmarks, noch von Rückenmarkhaut umgeben, die weiterziehenden Nervenwurzeln, die dann zwischen den einzelnen Nerven durch die Nervenaustrittskanäle, nennen wir Foramina, hinausziehen und sich zu den großen Nerven, wie den Ischiasnerv, verbinden. Wenn der Wirbelkanal eingegengt ist, dann bedrengt er in der Lendenwirbelsäule die Nerven, in der Halswirbelsäule das Rückenmark. Eine Spinalkanalstenose ist eine typische Erkrankung des älteren Menschen, jüngere Menschen haben sowas nicht, die haben eher die frischen Bandscheibenvorfälle. Wenn die Bandscheibe im Laufe des Lebens mehr und mehr degeneriert, wird sie schmaler und die Belastung der Bandscheibe und des Knochens und vor allem der Wirbelgelenke hinten ist eine veränderte. Die Wirbelgelenke sind stärker belastet und auf all diese Belastung reagieren sowohl die Wirbelkörper als auch die Wirbelgelenke mit Strukturveränderung. Der Knochen verändert sich, es gibt sogenannte Knochenappostion, Knochenverdickungen oder Knochenanlagerungen an den Wirbelgelenken und Wirbelkörpern und die sind dann entweder nach außen, die Wirbelgelenke können sich ganz stark nach außen vom Wirbelkanal verengen oder auch zum Wirbelkanal hin. Da wird es interessant. Alles was der Körper auf eine gewisse Segmentinstabilität als Reaktion aufbaut, indem er die Knochen verdickt und die Wirbelgelenke stärker und dicker macht, das hat den Preis der Verengung des Wirbelkanals. Und irgendwann führt das dann dazu, dass die Nerven kompremiert/eingeengt und bedrengt werden. Wenn das in der Lendenwirbelsäuler der Fall ist, dann gibt es da eine typische Erkrankung, die viele ältere Menschen betrifft und die nennen wir die „ claudikatio spinalis“, das wirbelsäulenbedingte Hinken. Die Patienten gehen ein paar Schritte und dann merken sie Schmerzen im Rücken, die in die Beine austrahlen und wenn es schlimmer wird gibt es bestimmte Taubheitsgefühle in den Beinen oder sogar gewisse Schwächegefühle in den Beinen. Das kann einseitig oder beidseitig sein, jedoch häufig seitenbetont. Dann bleiben sie stehen, erholen sich und bücken sich nach vorne, weil dann der Wirbelkanal etwas weiter wird und dann können sie wieder weiter gehen. Typischerweise können solche Patienten lange Strecken Fahrradfahren, weil da die Wirbelsäule nach vorne gebeugt ist und der Wirbelkanal nicht so eng. Das ist die Wirbelkanalstenose und die kann man auch entsprechend behandeln. Bei der Halswirbelsäule hat es eine ähnliche Ursache, da kann die Erkrankung noch dramatischer sein, weil dann das Rückenmark eingeengt ist. Dann bekommt man die Symptome einer inkompletten, also sehr unvollständigen Querschnittlähmung oder Querschnittsymptome. Die Patienten können Schmerzen in den Händen und Fingern haben, auch Brennschmerzen oder auch Koordinationsstörungen und Lähmungen in den Händen aber eben auch Schmerzen in den Beinen, Gehstörungen sind ganz typisch, Gangunsicherheiten. Auch eine beginnende Spastik in den Beinen, das kann man an den Reflexen bei der Untersuchung feststellen. Das sollte man dann operativ behandeln. Hier würde ich nicht mehr für die konservative Therapie plädieren. Das ist eine klare Operationsindikation. Die konservative Therapie der Wirbelkanalstenose, sprich Einengung in diesem Fall der Lendenwirbelsäule ist zunächst ähnlich wie Rücken-, und bandscheibenbedingten Rückenschmerzen, ist die Krankengymnastik, Bewegungstherapie und auch die rumpfmuskulaturaufbauende Therapie und natürlich auch die Schmerztherapie mit Medikamenten, Antiphlogistika wie Ibuprofen, Diklofenac oder Analgetika wie Paracetamol. Darüber hinaus kann man auch noch lokale Schmerzspritzen an die Nervenwurzeln geben. Man muss wissen, dass das den Wirbelkanal in keiner Weise erweitert, denn der ist durch verdickte Bänder und Knochen eingeengt. Das heißt die konservative Therapie kann bei einigen Patienten eine gewisse Zeit helfen, viele Patienten werden jedoch operiert werden müssen. Es hat sich in großen Studien gezeigt, dass die operative Therapie der Wirbelkanalstenose der Lendenwirbelsäule der konservativen Therapie nicht nur kurzfristig sondern auch auf Dauer überlegen ist....
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Riss der Achillessehne - Was muss getan werden? (Dr. Wolfgang Klauser)
 
01:53
Weitere Gesundheitsvideos werbefrei auf http://www.arztwissen.tv Dr. Wolfgang Klauser: Achillessehnenriss - Was muss getan werden? Wenn die Achillessehne reißt, dann passiert das häufig im Rahmen eines sportlichen Ereignisses oder aber auch spontan. Das hat etwas damit zu tun, dass die Achillessehne häufig schon vorgeschädigt war und entzündliche Veränderungen aufgewiesen hat. Grundsätzlich ist die Therapie eines Achillessehnenrisses nach wie vor zwischen konservativer und operativer Therapie zu wählen. Es gibt heute Verfechter einer konservativen Therapie, die versuchen den Unterschenkel ruhig zu stellen und die Sehne, die gerissen ist dadurch konservative Maßnahmen durch die Ruhigstellung zum Ausheilen zu bringen. Im allgemeinen wird aber die Mehrheit der Patienten operiert, wobei wir heute die Möglichkeit haben mit sehr kurzen Haarschnitten, sogenannt minimalinversiv zu operieren, um die gerissenen Sehnenbündel wieder aneinander anzunähen operativ. Das wird dann mit kräftigen Nähten durchgeführt und nur in sehr seltenen Fällen, z.B. bei chronischen Rissformen, wenn die Sehnenanteile, die gerissen sind, sehr weit voneinander entfernt haben, ist man dann aufgefordert richtig offen zu operieren und diese Sehnenbündel darzustellen und da zu versuchen diese Enden wieder miteinander zu verbinden. Das sind häufig sehr aufwendige Operationen, die auch einer sehr sorgfältigen Nachbehandlung bedürfen, häufig eine Ruhigstellung über viele Wochen und eine sehr dosierte Krankengymnastik.
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Immer wieder Hüftschmerzen - was kann ich tun? (arztwissen.tv / Knie & Hüfte)
 
02:33
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Immer wieder Hüftschmerzen - was kann ich tun? Dr. med. Martin Rinio: In diesem Zusammenhang ist es wichtig, sich von einem fachkundigen Orthopäden untersuchen zu lassen. Hinter dem Symptom des Hüftschmerzes können sich vielfältige Erkrankungen verbergen. Beispielsweise kann es sich um einen sogenannten schleichenden Bruch handeln, das heißt auch ohne erkennbares äußerliches Trauma, ohne erkennbare äußerliche Gewalteinwirkung, kann es zu einem Bruch des Hüftkopfes kommen. Es kann eine Durchblutungsstörung des Hüftkopfes sein, wir sagen dazu Hüftkopfnekrose. Sie können sich das ähnlich vorstellen wie beispielsweise ein Herzinfarkt, wenn die Durchblutung lokal in diesem Hüftkopf gestört ist, dann kommt es auch dort zu einem Infarkt des Knochens, zu einem Absterben der Knochenzellen, was wiederum ebenfalls Schmerzen verursachen kann. Klassisch und insbesondere bei jüngeren Patienten verbreitet, ist das sogenannte Impingement, das heißt dieses Anschlagsphänomen zwischen dem Hüftkopf und der Hüftpfanne, weil es zu einem Missverhältnis der Größen zwischen Hüftkopf und -pfanne kommt. Darüber hinaus, und wahrscheinlich mit die häufigste Ursache, dürfte die Arthrose darstellen, das heißt die Verschleißerkrankung des Hüftgelenkes. Bei mannigfaltigen Ursachen ist es also ratsam, frühzeitig seinen Arzt aufzusuchen, um die entsprechende Diagnose sicher stellen zu können. Deutlich seltener kann sich auch mal eine infektiöse Erkrankung dahinter verbergen, das heißt eine Entzündung des Gelenkes, die beispielsweise durch Viren oder Bakterien verursacht wird. Auch Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, also sogenannte Autoimunerkrankungen können sich am Hüftgelenk niederschlagen. Von daher ist es wichtig, dass Sie einen Arzt aufsuchen, der sich mit der Untersuchung und den Erkrankungen des Hüftgelenkes auskennt und Sie entsprechend untersuchen und beraten kann. Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv
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Herz-CT - Was passiert da jetzt mit mir? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)
 
05:41
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Was passiert bei einem Herz-CT? Dr. med. Nidal Al-Saadi: Für diese Untersuchung werden Sie sich als erstes in einer Kabine obenrum freimachen und dann werden Sie sich auf die Untersuchungsliege legen. Dort werden Ihnen dann Elektroden zur EKG-Ableitung am Oberkörper angelegt. Danach wird Ihnen meistens in der Ellenbogenbeuge des Arms in eine passende Vene eine Kanüle gelegt. Über diese Kanüle wird Ihnen dann während der Untersuchung das Kontrastmittel gespritzt. Bei der Untersuchung müssen Sie dann Ihre Arme über den Kopf legen. Unmittelbar vor der Untersuchung bekommen Sie dann noch ein bis zwei Stöße Nitrospray unter die Zunge gespritzt, damit Ihre Gefäße erweitert werden und damit die Aufnahmen deutlicher zu erkennen sind. Mit der Liege werden Sie dann in den Computertomografen (CT), der wie eine Röhre aussieht, hineingefahren. Während Sie dort drin liegen, bekommen Sie von uns Atemkommandos. Sie werden diese vier Mal wiederholen, wobei während eines Atemkommandos angekündigt parallel das Kontrastmittel gespritzt wird. Die Kontrastmittelzugabe werden Sie wahrscheinlich in Form von Wärme spüren. Es kann auch zu Geschmacksveränderungen im Mund kommen. Bei der letzten langen Aufnahme ist es uns sehr wichtig, dass Sie sehr lange den Atem anhalten und das Schlucken unterlassen, auch wenn die Geschmacksveränderung im Mund Sie wahrscheinlich reflexartig dazu antreibt, da jede noch so kleine Bewegung unscharfe Bilder zur Folge hätte. Im Grunde ist dies der komplette Ablauf der Untersuchung, danach zeigen wir Ihnen nur noch die Bilder. Falls wir im Vorfeld der Untersuchung feststellen sollten, dass Ihr Puls zu schnell ist, würden wir Ihnen einen Betablocker via Tabletten verabreichen oder eine Kanüle injizieren, der Ihren Herzschlag beruhigen wird. Ein zu schneller Puls hätte auch unscharfe Bilder zur Folge. Und da es sich hier um Röntgenstrahlen handelt, möchten wir auf eine Wiederholung der Aufnahmen verzichten und gleich ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen.
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Herz-MRT Auswertung - Was kann man sehen? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)
 
13:17
Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv MRT-Auswertung Dr. med. Nidal Al-Saadi: (...) Wir kriegen eine ganze Reihe an Information. Und so gehen wir erst einmal durch den ganzen Körper von unten nach oben. Vom Bauchraum angefangen, gehen wir jetzt Schritt für Schritt hoch in diesen Bildern, durch den Brustkorb, hier sind die beiden Lungenflügel, das ist das Herz. Ich werde das gleich alles erklären. Das Herz hat vier Herzkammern, bestehend aus zwei Hauptkammern und zwei Vorkammern, die ein gewisses Zusammenspiel haben, so dass der richtige Blutfluss gewährleistet ist. Sie sehen, dass die linke Herzkammer viel dickere Wände hat, da diese das Blut in den ganzen Körper pumpen soll, während die rechte Herzkammer das Blut nur in die Lunge pumpt, und deswegen weniger Kraft braucht und der Muskel dementsprechend dünner ausfällt. Wenn es umgekehrt wäre, gäbe dies Anlass zur Vermutung, dass etwas nicht stimme. Das Besondere an diesen Aufnahmen ist, dass man sich diese Aufnahmen auch bewegt ansehen kann, das heißt wir können nicht nur die Größe der Höfe, der Wände und der Gefäße sehen, sondern wir können auch die ganze Funktion erkennen, die Bewegungsabläufe, Zusammenspiel der Herzhöfe, Störungen. Wir können auch die Herzklappen sehen. Es sind die ganz dünnen zarten dunklen Striche, die wir immer auf und zu gehen sehen. Die sind so zart, dass man sie kaum sehen kann, wären sie gut zu erkennen, wäre auch das wieder ein Indiz für eine Veränderung, die wir näher untersuchen müssten. Wir können aber auch den Blutfluss sehen. Normalerweise fließt das Blut immer in eine Richtung - von der Vorhofkammer in die Hauptkammer. Und wenn die Kammern sich zusammenziehen und das Blut in den ganzen Körper pumpen, müssen diese Klappen wieder zugehen, sonst würde das Blut wieder zurück in die Vorhöfe fließen. Es kann manchmal dazu kommen, dass die Klappen nicht ganz dicht sind und das können wir hier anhand eines schwarzen Strahls sehen, der immer wieder zurück fließt. Das haben ganz viele Menschen und würde in diesem Fall die Herzfunktion keinesfalls beeinträchtigen. Es verursacht erst Probleme, wenn es sehr ausgeprägt ist und zu viel Pendelblut im Herzen bleibt, statt durch den Körper gepumpt zu werden. Auch wenn andere Störungen oder Erkrankungen zugrunde liegen, hätte es eine Bedeutung und die Grundstörung müsste behandelt werden. Im Vergleich zum Ultraschall haben wir hier die Möglichkeit das Ganze auch dreidimensional zu betrachten. Anhand unseres Beispiels möchte ich das noch mal sichtbar machen. Wir haben Schicht für Schicht Aufnahmen des Herzens gemacht und wir erhalten nicht nur ein Standbild, sondern können auch das Ganze in Bewegung sehen und uns jeden Winkel näher angucken und auf Pumpkraft, Zusammenspiel, Bewegungsabläufe und Koordination überprüfen. Diese Untersuchung ist nicht belastend für den Körper - im Gegensatz zur Computertomografie. Als nächstes können wir auch Gewebecharakteristika erkennen. In diesem Fall möchte ich die Menge der Flüssigkeit im Gewebe wissen. Je mehr Flüssigkeit im Gewebe vorhanden, desto heller wird dieses und damit kann ich erkennen, ob im Herzmuskel eine erhöhte Flüssigkeitsansammlung besteht. Dies kann mir zum Beispiel Aufschluss über Entzündungen geben, da jede Entzündung mit der Ansammlung von Flüssigkeit einhergeht. Hier in diesem Bereich ist es sehr hell: Das ist der Magen, die Nieren und die Milz, in denen sich viel Flüssigkeit befindet. Der Herzmuskel im Vergleich ist dunkler und wenn es eine Entzündung gäbe, könnte man diese aufgrund des Kontrasts gut erkennen. Wenn eine ganze Region betroffen ist, was mit dem bloßen Auge nicht erkennbar ist, führen wir Messungen durch, die uns über den Entzündungsbereich Aufschluss geben. Wir können anhand der Messungen auch erkennen, um welchen Grad der Entzündungen es sich handelt. Ist sie akut, kommt es zu Gewebsflüssigkeitsansammlungen, ist sie leicht oder gerade am Abklingen, haben wir keine Wasseransammlungen und ist daher mit dem Auge nicht mehr sichtbar. Wir wissen jedoch, dass in den letzten beiden Fällen die Gewebsdurchlässigkeit erhöht ist, da der Körper seine Abwehrstoffe an den Entzündungsherd bringen möchte. Durch das Kontrastmittel kann man sehen, dass durch dieses Gewebe die Flüssigkeit viel schneller fließen kann, als bei gesundem Gewebe. Es wird also gemessen, wie schnell das Kontrastmittel durch die Gefäße fließt und erhält somit aussagekräftige Informationen, ob es sich um eine hochaktive Entzündung mit Wasseransammlungen/Ödem handelt oder ob es sich um eine schleichende oder abklingende Entzündung ohne Wasseransammlungen handelt, bei der die Gefäßdurchlässigkeit noch erhöht ist (...)
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Botox -- wie funktioniert es und ist es ungefährlich? (Dr. Dr. Thorsten Wegner)
 
01:53
Botulinumtoxin ist ein Eiweiß, das sich an die Verbindungsstelle zwischen dem Nerv und dem Muskel ansetzt und diese Verbindungsstelle lahm legt. Das ist ein Prozess, der über drei, vier Monate geht, dann hat der Nerv neue Verbindungsstellen zum Muskel gebildet und die Funktion tritt wieder ein. Zur Frage der Gefährlichkeit von Botox sind zwei Komplexe zu unterscheiden. Zum einen die Wirkung des Botulinumtoxin selbst, die Lähmungswirkung. Wenn ich zu viel oder an die falsche Stelle spritze oder wenn die Muskulatur zur Aufnahme des Botulinumtoxin zu klein ist, dann kann es zu unerwünschten Lähmungen kommen, die dann das Blickfeld zum Beispiel vorübergehend für einige Wochen beeinträchtigen können. Die andere Frage der Gefährlichkeit ist das Mittel und die Verabreichungsform selbst. Botulinumtoxin wird mit Komplexproteinen zum Teil gespritzt und dort kann man damit rechnen oder muss man eventuell damit rechnen, dass ein Impfrisiko besteht, so wie bei anderen Impfungen auch. Das heißt unerwünschte Wirkungen und Auswirkungen der gespritzten Eiweiße. Mehr Informationen und Kontakt zu Dr. Dr. Thorsten Wegner: http://www.ku64.de/blognews/news/hautarzt-dr-wegner.html Mehr Gesundheitsvideos, kostenlos und werbefrei unter www.arztwissen.tv Auf Aktualität geprüft am 21.04.2014
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Was sind Basaliome und was kann man dagegen tun? Dr. Thorsten Wegner
 
03:06
Basaliome sind eine Form des so genannten weißen Hautkrebses. Sie gehen aus von der Basalzellschicht der Epidermis. Basaliome streuen nie. Ein ganz wichtiger Punkt ist, Basaliome sind in der Regel lichtabhängig. 80% aller Basaliome kommen im Gesicht vor, dort wo wir dem Licht am meisten und am längsten ausgesetzt sind. Aufgrund der Lichtabhängigkeit und der Expositionsabhängigkeit tauchen Basaliome vor allen Dingen ab dem 60.-70. Lebensjahr auf. Im Gesicht sind die Nase, die Stirn, die Ohren besonders gerne betroffen. Zur Therapie des Basalioms: Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Basaliome erfolgreich zu behandeln. Grundsätzlich unterscheiden wir zwei Arten: sehende Methoden und blinde Methoden. Was heißt das? Eine sehende Methode zeigt uns, ob der Tumor im Gesunden entfernt ist. Wenn der Tumor im Gesunden entfernt ist, habe ich eine sehr hohe Heilungschance von 97-98%. Sehend ist die Methode nur, wenn ich das entnommene Gewebe zur kontrollierenden Untersuchung einem Facharzt für Gewebekunde, dem sogenannten Pathologen oder Histopathologen zuschicke. Der untersucht die Schnittränder auf Tumorfreiheit. Man findet die Begriffe mikrographisch kontrolliert oder Schnittrand kontrolliert oder mikroskopisch kontrolliert. Das ist das A und O. Dadurch macht die operative Chirurgie den Hauptteil aller Therapiemöglichkeiten aus. Wenn es jetzt nicht möglich ist zu operieren, aus Gründen wie Allgemeinzustand des Patienten, Alter des Patienten oder Lokalisation des Tumors, der es nicht möglich macht, ihn vollständig zu resezieren, dann muss sich eine der sogenannten „blinden Methoden" anwenden wie Bestrahlung oder Medikamente oder Cremes, die das Immunsystem der Haut stimulieren und Tumore beseitigen können. Mehr Informationen und Kontakt zu Dr. Dr. Thorsten Wegner: http://www.ku64.de/blognews/news/hautarzt-dr-wegner.html Mehr Gesundheitsvideos, kostenlos und werbefrei unter www.arztwissen.tv Auf Aktualität geprüft am 21.04.2014
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Fersensporn - Was ist das und was kann man dagegen tun? (Dr. Wolfgang Klauser)
 
02:26
Weitere Gesundheitsvideos werbefrei auf http://www.arztwissen.tv Dr. Wolfgang Klauser: Was ist ein Fersensporn und was kann man dagegen tun? Patienten mit einem Fersensporn klagen im allgemeinen über Schmerzen innenseitig an der Ferse und zwar im Bereich der Fußsohle. Dort können sie immer einen sehr starken Druckschmerz auslösen, direkt über der Sehne selbst, die sich dort befindet. Früher hat man immer gedacht in diesem Bereich, wo die Sehne an dem Knochen ansetzt, dass dort eine Verknöcherung existiert. Das konnte man auf den Röntgenbildern immer wieder nachweisen und dass diese Verknöcherung der Sehne dort im allgemeinen zuständig ist für die Beschwerden des Patienten. Es hat sich aber gezeigt, dass es eigentlich eher eine entzündliche Veränderung der Sehne ist, die diese Schmerzen verursacht. Häufig kommt diese Entzündung dadurch zustande, dass Patienten mit dem Fersensporn vergesellschaftet, eine Fehlstellung des Fußes besitzen, die dazu führt, dass sie beim Gehen sehr starke Schmerzen im Bereich der Fußsohle haben. Bezüglich der Therapie ergeben sich zunächst verschiedene konservative Möglichkeiten, wir sollten zunächst immer konservativ behandeln, z.B. physikalische Maßnahmen, wie die Akupressur, die Kühlung, die Massage in diesem Bereich, um die Sehne zu entlasten. Man sollte natürlich dann auch schauen, ob der Fuß von seiner Deformität her eine gewisse Unterstützung benötigt, wie z.B. die Versorgung mit einer Einlage, die dazu geeignet ist diesen Schmerzpunkt zu reduzieren. Des weiteren gibt es die Möglichkeit, was allerdings sehr schmerzhaft ist, Spritzen einzubringen. Das ist sehr unangenehm für den Patienten und wird häufig auch als sehr starker Schmerz empfunden. Wenn alle konservativen Maßnahmen versagen, dann kann man die Operation empfehlen und diese Operation beinhaltet eigentlich die Kerbung dieser Sehne, um die Spannung der Sehne zu reduzieren, aber auch danach ist der Heilverlauf relativ langwierig. Ich sage meinen Patienten immer so zwischen 6 und 12 Monate muss man schon rechnen bis dieser Schmerz dann langsam rückläufig und dann verschwunden ist. Das Ganze ist also ein recht komplexes Thema.
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Knieschmerzen, was kann ich da machen? (arztwissen.tv / Knie & Hüfte)
 
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Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Knieschmerzen, was kann ich da machen? Dr. med. Martin Rinio: Wichtig ist, die Umstände abzuklären, unter denen die Schmerzen des Kniegelenks zum ersten Mal auftraten. Steht hier als Ursache ein Unfall, so können möglicherweise Verletzungen der Kniebinnenstrukturen sich dahinter verbergen, beispielsweise ein Kreuzbandriss oder ein Riss des Meniskus. Aber auch Knochenbrüche können sich in dieser Art und Weise äußern. Steht kein Unfall unmittelbar vor dem ersten Auftreten des Schmerzes, so ist es durchaus möglich, dass es sich um eine Verschleißerkrankung des Gelenkes handelt, wie beispielsweise eine Arthrose, bei der der Gelenkknorpel mit der Zeit immer dünner wird und sich abschleift. Treten Schmerzen auch in der Nacht auf, so deutet dies oft auf eine entzündliche Komponente hin, das heißt die Gelenkinnenhaut ist aus verschiedenen Gründen in diesem Fall entzündet. Da die Schmerzursachen also vielfältig sein können, ist es wichtig, zunächst die richtige Struktur zu benennen, die die Schmerzen verursacht. Dazu hilft uns das Röntgenbild, bei dem wir schon einige Information über die Knochenstruktur gewinnen und außerdem heute noch - sozusagen als "Golden Standard" - die MRT-Untersuchung, bei der wir die Kniebinnenstrukturen, also auch die Weichteile, die auf dem Röntgenbild nicht sichtbar werden, sichtbar machen können, um so die Läsion sicher zu entdecken.
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Hüftprothese: Welche Probleme können auftreten? (arztwissen.tv / Knie & Hüfte)
 
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Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Hüftprothese: Welche Probleme können auftreten? Dr. med. Martin Rinio: Wir unterscheiden zwischen verschiedenen Problemen. Ein Teil kann durch den Verschleiß des Gelenkes entstehen, indem es beispielsweise zum Abrieb im Bereich der Pfanne kommt. Dieser Abrieb kann dafür verantwortlich sein, dass die Prothese auslockert und keinen festen Halt mehr im Knochen findet. Dann sollte sie auf jeden Fall getauscht werden. Eine andere Gefahr besteht in der Infektion des Kunstgelenkes, das heißt Eiterherde im Körper, beispielsweise von einem vereiterten Weisheitszahn, können sich über die Blutbahn auf dem Gelenk niederschlagen und dort zur Infektion führen, was dann auch eine Operation nach sich zieht, um diese Infektion wieder zu beseitigen - und manchmal auch nur dadurch zu beseitigen ist, dass die Prothese komplett getauscht wird. Ein drittes Problem kann sein, dass sich das Gelenk auskugelt. Dies entsteht dadurch, dass es zu einem Anschlag kommt, beispielsweise hier der Prothese am Pfannenrand bei extremer Beugung und Innendrehung des Beines oder bei extremer Streckung und Außendrehung des Beines. Hierdurch kann die Prothese, die ja letztendlich nur durch die Muskulatur geführt wird, wieder auseinander gerissen werden. Wir bezeichnen dies als Gelenkluxation. In diesem Fall ist es notwendig, das Gelenk wieder zusammenzufügen, wir nennen es Reponieren. Dies gelingt in aller Regel durch einfachen Zug am Bein, wobei der Patient eine Narkose erhält, damit die Muskulatur nicht dagegen spannt. Gelingt eine sogenannte geschlossene Reposition nicht, so bedarf es einer Operation, um die Prothesenelemente wieder zusammenzufügen. Danach gilt es die Ursache für die Luxation herauszufinden. Stellt es sich heraus, dass einzelne Prothesenelemente nicht optimal zueinander passen, so kann es notwendig sein, diese zu tauschen, damit es in der Folge nicht wieder zu einer Luxation kommt. Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv
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Langzeit-EKG - Was erwartet mich? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)
 
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Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Langzeit-EKG - Was erwartet mich? Dr. med. Petra Lange-Braun: Mit Hilfe eines Langzeit-EKG zeichnen wir über 24 Stunden Ihren Herzrhythmus auf. Dazu bekommen Sie kleine Elektroden auf den Brustkorb geklebt. Wir verpflastern das gut, damit es auch 24 Stunden halten kann. Ein kleines Aufzeichnungsgerät, indem sich ein Chip befindet und eine kleine Batterie, werden an Ihrem Körper in dieser Zeit getragen. Nach Abnahme des Geräts können wir über einen Computer die Auswertung in unserem Institut vornehmen und anschließend das Ergebnis mit Ihnen diskutieren. Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv
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Knieprothesen-Implantation: Was bedeutet Navigation hier?  (arztwissen.tv / Knie & Hüfte)
 
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Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Um die Implantationsgenauigkeit zu verbessern, haben wir heute die Möglichkeit, die Navigation einzusetzen. Das heisst - ähnlich wie bei Ihrem Fahrzeug - nutzen Sie die Navigation als Messinstrument, um den Ort zu bestimmen, wo Sie sich aufhalten und um sicher an Ihr Ziel zu gelangen. Genauso nutzt der Operateur während der Operation die Navigation, um in Echtzeit sicher sagen zu können, was passiert, wenn ich das Prothesenelement so oder so platziere und kann damit schon im Vorfeld ausloten, welche Position eine stabile Bandführung gewährleistet. Es werden am Oberschenkelknochen und Unterschenkelknochen Sender befestigt, wir können Patienten eigene Punkte am Kniegelenk abtasten und wir machen am Anfand der OP ein sogenanntes kinematisches Modell, das heisst, wir bewegen das Kniegelenk und das gesamte Bein im Raum und bekommen so Informationen, wie die patienteneigene Gelenkkette funktioniert, sodass wir am Ende die Prothese genau so platzieren können, dass Sie räumlich gut sitzt und der Bewegungsumfang und -ablauf ungestört funktionieren kann. Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv
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Herzultraschall - was erwartet mich? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)
 
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Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Herzultraschall- Was erwartet mich? Dr. med. Petra Lange-Braun: Bei Ihnen soll eine Herzultraschalluntersuchung oder wie wir sagen würden, eine Echokardiografie durchgeführt werden. Dies ist zurzeit die wesentliche Basisuntersuchung, um herauszufinden, ob mit Ihrem Herzen irgendetwas nicht in Ordnung ist. Ich fahre dabei mit einem Schallkopf über Ihr Herz. Ich kann damit nicht nur in Bild und Ton Ihr Herz in Bewegung darstellen, ich kann damit auch überprüfen, ob Ihre Herzklappen richtig funktionieren.
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Empfingundsstörungen und Schmerzen im Fuß - Welche möglichen Ursachen gibt es?
 
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Weitere Gesundheitsvideos werbefrei auf http://www.arztwissen.tv Dr. Wolfgang Klauser: Empfindungsstörungen und Schmerzen im Fuß - Welche möglichen Ursachen gibt es? Empfindungsstörungen am Fuß können durch eine Stoffwechselerkrankung verursacht werden, wie z.B. den Diabetis, die Erkrankung am Blutzucker. Das kann dazu führen, dass der Nervenstoffwechsel beeinträchtigt wird und dass dadurch Missempfindungsstörungen im Bereich des Fußes, vorwiegend erstmal im Bereich der Zehen aber auch im Bereich des Vorfußes auftreten können. Diese Missempfindungsstörungen können dann über die Knöchelregion weiter in den Unterschenkel hinauf wandern. Es gibt aber auch Nerven am Fuß, die durch gewisse Engpässe beeinträchtigt werden, d.h. dass die dort im Bereich von ihrem natürlichen Verlauf durch Verwachsungen, durch Narbenbildungen, durch Entzündungen eingeengt werden können und dann dazu führen, dass sie Schmerzen verursachen. Da gibt es z.B. einen Nerven hinter dem Innenknöchel, der gerne dazu führt, dass wir einen sogenannten Tarsaltunnelschmerz erleiden, d.h. ein Schmerz, der ausstrahlt an die Fußsohle und auch dort mit Taubheitsgefühl ursächlich verknüpft ist. Es gibt auch das sogenannte Morton Neurom. Das ist ein schmerzhafter Nervenknoten zwischen den Mittelfußköpfchen. Dieser führt dazu, dass das einen elektrisierenden Schmerz verursacht, der in die Zehen ausstrahlt, die von diesem Nerven normaler Weise versorgt werden. Nervenschmerzen am Fuß können aber auch z.B. von der Wirbelsäule oder auch vom Oberschenkel oder Unterschenkel herrühren, weil dort die Nerven verlaufen, die in den Fußzehen enden und dann wenn sie dort oben gereizt werden, Schmerz im Fuß verursachen können.
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Belastungs EKG: Was erwartet mich?
 
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Mehr Gesundheitsvideos werbefrei auf http://www.arztwissen.tv Belastungs-EKG: Was erwartet mich? Frage: Mein Arzt möchte bei mir ein Belastungs-EKG machen. Was erwartet mich dann da? Dr. Petra Lange-Braun: Ein Belastungs-EKG führen wir bei Ihnen durch, weil wir wissen wollen, wie ihre Herzkranzgefäße durchblutet sind. Wenn sie uns in der Praxis aufsuchen mit Brustschmerzen, dann ist es unsere Aufgabe herauszufinden, ob diese Brustschmerzen, die sie empfinden, auch wirklich mit einer Herzerkrankung zusammenhängen. Dazu werden wir sie dann auf ein Fahrrad setzen und Sie stufenweise belasten - bis zu Ihrer eigenen körperlichen Belastungsgrenze. Während der gesamten Untersuchung leiten wir kontinuierlich über Elektroden, die wir an Ihrem Brustkorb anbringen ein EKG ab und messen in regelmäßigen Abständen ihren Blutdruck. Das Ergebnis der Untersuchung wird uns dann zeigen, ob ihre Beschwerden, die Herzschmerzen wirklich mit einer Herzerkrankung zusammenhängen. Inhalt erstellt: 29.08.2013 letzte Aktualisierung/Aktualitätsprüfung: 29.08.2013 Mehr Gesundheitsvideos werbefrei auf http://www.arztwissen.tv
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Ischias Schmerzen - Was kann man tun? (Dr. Ralf Hempelmann)
 
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Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Dr. Ralf Hempelmann: Ehe man behandelt, muss man eine Diagnose stellen und wenn man sie nicht stellen kann, was häufig der Fall ist zumindest eine Verdachtsdiagnose, dann kann man beginnen zu behandeln. Ischiasschmerzen können durch unterschiedeliche Dinge kommen, das allerhäufigste ist der Bandscheibenvorfall, die Nervenkanaleinengung der Lendenwirbelsäule durch eine Stenose ( WIrbelkanaleinengung), selten kann der Ischiasnerv in seinem Verlauf beengt sein. Ischiasschmerzen sind Schmerzen, die die Nerven oder die Nervenwurzeln des großen Ischiasnerven, der eigentlich den gesamten Unterschenkel und Fuß versorgt, betreffen. Eine Kompression oder Verengung des Ischiasnerven am Oberschenkel oder in der Poregion durch bestimmte Muskeln oder sogar durch Tumore, das muss man durch eine gute Vorgeschichte der Patientenuntersuchung herausfinden. Wenn es die Wirbelsäule ist, dann gilt das gleiche, was man bei einer Wirbelkanaleineengung oder Bandscheibenvorfall machen würde. Man muss in den wenigsten Fällen operieren und die konservative Therapie besteht auch dann aus einer Schmerzmittelbehandlung, dazu gehören Analgetika, also Schmerzmittel, wie Metmizol oder Paracetamol und sogenannte Antiphlogistika, das wären Ibuprofen oder Diklofenac. Dazu kommen dann die konservative Therapie mit Krankengymnastik, Physiotherapie eben alles, was dazu gehört. Und nur wenn alles nicht hilft und ein klarer Bandscheibenvorfall vorliegt, würde man die Operation machen, dazwischen käme jedoch noch ein Spritzentherapie. Man kann CT-gestützt an die Nervenwurzel Lokalanästhetiker geben, einerseits aus therapeutischen Gründen, weil das bei einigen Patienten auch langfristig gut helfen kann, andererseits auch aus diagnostischen Gründen, weil wenn ich klar bin, ob ein Bandscheibenvorfall gegen die Nervenwurzel drückt und die entsprechenden Schmerzen auch hervorruft, dann würde eine solche Spritze direkt an diese Nervenwurzel, sofern sie dann für eine gewisse Zeit hilft, mir auch ein klares Zeichen dafür geben, dass diese Nervewurzel auch die entsprechende ist, die ich auch operativ befreien könnte. Zusammenfassend kann man sagen, dass bei Ischiasschmerzen, sprich bei Schmerzen, die wirklich in ein Bein hinein ziehen, häufig auch bis zum Unterschenkel, Fuß hinein und sehr häufig aus der Lendenwirbelsäule kommend, und diese stark sind und auch eine gewisse Zeit anhalten, also nicht nur wenige Stunden oder Tage, man schon zum Arzt seines Vertrauens gehen sollte, damit der einen erstmal gründlich, klinisch untersucht und herausfindet, woher das kommt und dann die entsprechenden meist erst einmal konservativen Maßnahmen einleitet.
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Herz MRT- Warum und wie? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)
 
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Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv MRT des Herzens - Warum und wie? Dr. med. Nidal Al-Saadi: Die MRT ist die Abkürzung für Magnetresonanztomografie. Häufig wird auch der Begriff Kernspintomografie dafür verwandt. Es handelt sich hier um dasselbe Verfahren mit derselben Technik, durch die wir Schnittbilder Ihres Körpers erhalten. Wir erhalten zweidimensionale Bilder aus irgendeiner ausgesuchten Ebene in Ihrem Körper. In diesem Fall geht es um das Herz, das heißt wir konzentrieren uns auf den Brustkorb und machen dort unsere Aufnahmen. Das Besondere an der MRT-Untersuchung ist die Tatsache, dass diese Untersuchungsform nicht auf Röntgenstrahlen basiert. Röntgenstrahlen können, abhängig von der Dosis und der Häufigkeit, potentiell Schäden an den Zellen und Organen führen. Die MRT erfolgt aufgrund physikalischer Effekte, die auf Magnetfeldern und Radiofrequenzen basieren. Das Besondere an den MRT-Bildern ist, dass man nicht nur sieht, wie bestimmte Strukturen im Körper aussehen, sondern auch was dahinter steckt. Wir können das Gewebe analysieren und wir können die Feinstruktur des Gewebes erkennen, das heißt ich kann sehen, ob sich in dem speziellen Organ oder um das Organ herum Entzündungen, Wasseransammlungen, Bindegewebe, Narben oder zerstörte Zellen befinden. Diese Informationen erhalte ich mit anderen Bilder nicht, da ich bei anderen Bildern nur eine Abbildung der Struktur bekomme und keine Detailinformationen. Der Ablauf der MRT verläuft wie folgt: Als erstes legen wir eine Kanüle. Eine Kanüle ist ein kleiner Plastikschlauch, der in eine Vene gelegt wird. Über diese Kanüle werden wir dann das Kontrastmittel geben. Auf das Kontrastmittel selbst werde ich später noch detaillierter eingehen. Die Kanüle bleibt während der Untersuchung in der Vene und an festgelegten Zeitpunkten werden wir das Kontrastmittel darüber in Ihren Körper injizieren. Das Kontrastmittel brauchen wir um gewisse Kontraste in den Aufnahmen zu erhalten, denn bestimmte Strukturen und bestimmtes Gewebe würden sich sonst auf den Bilder so sehr ähneln, dass eine Auswertung ungenau verliefe. Durch das Kontrastmittel, welches mit dem Blut durch das Gewebe und auch teilweise durch die Gefäße fließt, ist es möglich die Gewebsstrukturen zu unterscheiden, da sich das Kontrastmittel in den unterschiedlichen Geweben unterschiedlich verhält und wir eine stärkere oder schwächere Kontrastierung auf dem Bild erhalten. Des Weiteren brauchen wir noch EKG-Ableitungen Ihres Herzens, das heißt wir werden mithilfe von Kabeln, die wir auf Ihrer Brust befestigen und einer Antenne, dem sogenannten Empfänger oder Spule, die wir auf ihre Brust legen, ein EKG-Signal empfangen. Mit dieser Spule, der Antenne für die EKG-Ableitungen, werden Sie dann so weit auf dem Tisch in die Röhre gefahren, bis wir das zu untersuchende Organ im Zentrum des Magnetfeldes haben. Die Beine werden an der einen Seite und der Kopf an der anderen Seite des Zylinders rausragen. Zum Schutz Ihres Gehörs erhalten Sie einen Kopfhörer, der schalldämmend ist und über welchen wir auch die Möglichkeit haben mit Ihnen zu kommunizieren und Ihnen die Kommandos für die Untersuchung geben können. Es ist sehr wichtig, dass Sie diese Kopfhörer aufsetzen, da die Geräusche des Magnetresonanztomografen sehr laut sein können. Diese sind zwar nicht in Permanenz wahrnehmbar, sondern nur wenn die Aufnahmen gemacht werden. Da Sie nun mit dieser Spule am Tisch fixiert sind und sich nicht frei bewegen können, bekommen Sie auch eine Klingel, mit der Sie sich jederzeit bemerkbar machen können, wenn Sie etwas brauchen. Bei den Aufnahmen ist der Geräuschpegel sehr hoch und wir würden Sie eventuell nicht hören oder verstehen. Die Klingel ist für uns ein Signal, die Aufnahmen zu stoppen und uns Ihrem Bedürfnis zuzuwenden. Über die Kopfhörer können Sie Musik hören. Sie können auch Ihre eigene mitbringen, damit die Untersuchung so angenehm wie möglich für Sie abläuft. Die Untersuchungszeit ist variabel und kann bis zu einer Stunde dauern. Es kommt darauf an, welche Informationen wir brauchen und wie gut Sie die Luft anhalten können. Wir haben es hier mit einem bewegten Organ zu tun und da die Aufnahmetechnik nicht besonders schnell ist, können wir nur auswertbare scharfe Aufnahmen machen, wenn Sie nicht atmen. Und umso länger Sie die Luft anhalten können, desto mehr Bilder können wir pro Anhaltemanöver von Ihrem Herzen machen (...)
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Milchzähne - Warum müssen sie manchmal gezogen werden?
 
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Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Milchzähne - Warum müssen sie manchmal gezogen werden? Der häufigste Grund für die Extraktion von Milchzähnen ist die ausgeprägte Zerstörung eines Milchzahns durch Karies. Um zu vermeiden, dass sich die Nachbarzähne anstecken, muss dieser Zahn entfernt werden. Wenn ein Zahn aus kariösen Gründen entfernt wurde, müssen wir dafür sorgen, dass wir den Platz für den bleibenden Nachfolger halten. Deshalb setzen wir gerne einen Platzhalter ein, der dafür sorgt, dass die Zähne, die im Mund sind, am Ort gehalten werden und der neue durchbrechende Zahn durch diesen Kunststoffblock den Platz erhält, den er braucht. Der zweite Grund für die Entfernung von Milchzähnen ist, dass man die Durchbruchsrichtung der bleibenden Zähne positiv beeinflussen kann. Wenn zum Beispiel ein Eckzahn schräg in die Tiefe liegt, kann man den Milchzahn zum korrekten Zeitpunkt entfernen. Daraufhin änderte der bleibende Zahn im Kiefer seine Durchbruchsrichtung und stellt sich korrekt ein.
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Luftnot - Was raubt mir den Atem? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)
 
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Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv Luftnot - Was raubt mir den Atem? Dr. med. Petra Lange-Braun: Luftnot ist ein Symptom, hinter dem sich eine Vielzahl von Erkrankungen verbergen kann. In erster Linie sind es natürlich Lungenerkrankungen, die uns den Atem rauben. Natürlich kann auch eine Herzerkrankung dahinter stecken. Es kann aber auch einfach nur bedeuten, dass Sie zu viel Stress haben. Um das herauszufinden, führen wir in unserem Herzinstitut diverse Untersuchungen durch. Zum Beispiel die Bodyplethysmografie und die Spirogergometrie, um Ihre Lungenfunktion in Ruhe und unter Belastung zu testen, aber auch die Herzultraschalluntersuchung und ein Belastungs-EKG, um Ihre Herzfunktion in Ruhe und unter Belastung zu testen. Mehr Gesundheitsvideos auf http://www.arztwissen.tv
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